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Heeßen „Wir haben jetzt sogar im Carport Hundekot“
Schaumburg Eilsen Heeßen „Wir haben jetzt sogar im Carport Hundekot“
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06:16 27.04.2012
Hunde können leider nicht lesen, aber für Herrchen oder Frauchen dürfte ein solches Schild schon ein Denkanstoß sein. Quelle: sig
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Bad Eilsen/Heeßen (sig).

Bad Eilsen/Heeßen (sig). Das wiederum ist die Aufgabe von Herrchen oder Frauchen. Und daran hapert es offensichtlich vielfach, auch im Bereich von Bad Eilsen und Heeßen. Eine Einwohnerin aus Heeßen hat sich kürzlich in einem Schreiben an die Bürgermeisterin des Kurortes gewandt. Sie entdecke derzeit wieder häufig Hundekot auf dem Bürgersteig vor dem Haus und zuletzt sogar im eigenen Carport, teilte sie Christel Bergmann mit.

 Ergänzend stellte sie fest, sie sei schon öfter vom Hund ihres Nachbarn angesprungen worden. Das bereite ihr Probleme, da sie nur 150 Zentimeter groß ist. Die Briefschreiberin, die selbst einen Hund besitzt, bemängelt mit Nachdruck, dass ihr Nachbar seinen Vierbeiner nicht an die Leine nehme, obwohl der sehr lebhaft ist.

 Überhaupt würden sich Herrchen und Hund so benehmen, als gehöre ihnen Bad Eilsen und Umgebung alleine. Darüber hätten sich schon andere beschwert, aber niemand traue sich, etwas zu sagen. Das Schreiben der Heeßerin endet mit der Bitte, ihr mitzuteilen, ob im Bereich des Kurortes Leinenzwang herrscht oder nicht.

 Die Bürgermeisterin wies in ihrer Antwort an die Beschwerdeführerin auf das von ihr beigelegte aktuelle Rund schreiben der Samtgemeinde hin. Darin steht ausdrücklich, dass innerhalb des Kurortes grundsätzlich Leinenzwang herrscht, außerdem auf allen Straßen mit regem Fahrzeugverkehr in Ahnsen, Buchholz, Heeßen und Luhden sowie in den öffentlichen Anlagen aller aufgeführten Gemeinden.

 Dass die Vierbeiner nicht die Park- und Grünanlagen sowie Spiel- und Sportplätze verunreinigen dürfen, sollten die Hundehalter ohnehin wissen. Hinterlassenschaften auf Gehwegen und Straßen müssen sofort beseitigt werden.

 Zu diesem Zweck kauft der Kurort jährlich an die 20000 Beutel, die in speziellen Spendegeräten angeboten werden. Je zwei davon befinden sich im Bereich des Englischen Gartens und an der Heinrich-Hofmeister-Promenade, weitere an der Kurzen Straße hinter der Feuerwehr und an der Aue auf Heeßer Gebiet. Ein verantwortungsbewusster Hundehalter führt solche Beutel auch immer mit, wenn er mit seinem Vierbeiner unterwegs ist.

 Wenn sich jemand überhaupt nicht an die Vorschriften hält, muss er damit rechnen, angezeigt zu werden. Und in diesen Fällen droht eine saftige Geldbuße, verhängt vom Eilser Ordnungsamt.

 Christel Bergmann hofft stattdessen auf die Vernunft der Mitbürger, die sich einen Hund halten. „Manche glauben aber, durch das Zahlen der Hundesteuer wären sie von Auflagen befreit; dem ist nicht so“, unterstrich die Bürgermeisterin noch einmal im Gespräch mit der Redaktion. In jüngster Zeit hätte es wieder verstärkt Klagen von Einwohnern gegeben, und das könne man nicht hinnehmen.

 Für die Hunde gelte im Übrigen, so Bergmann, ab 1. April draußen grundsätzlich Leinenzwang wegen der Brut- und Setzzeit.

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