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Als Solist ohne Parteibuch: Büscher will’s noch mal wissen

Luhden Als Solist ohne Parteibuch: Büscher will’s noch mal wissen

Dass der vormalige SPD-Fraktionschef Hartmut Büscher jetzt noch mal als Solist und ohne Parteibuch zu einer Kommunalwahl antreten würde – das hätte er selbst nicht gedacht. „Ich bin nun 57, nach 20 Jahren Arbeit im Ortsparlament wollte ich es eigentlich gut sein lassen“, sagt der Kaufmann.

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„Luhden ist liebenswert: Darum trete ich nochmal an – aber als parteiloser Einzelbewerber“, sagt Hartmut Büscher.

Quelle: tw

Luhden (tw). Dass Hartmut Büscher es am 11. September gleichwohl noch mal versucht, hat vor allem zwei Gründe: „Ich habe mich über den SPD-Spitzenkandidaten Frank Struckmeier geärgert“, sagt er. Und er ergänzt: „Außerdem hänge ich als gebürtiger Luhdener an diesem liebenswerten Dorf und seinen Menschen.“

Konkret: „Es kann nicht angehen, dass Struckmeier angesichts eines Wohnortwechsels nach Ahnsen zwar den Spitzenplatz auf der SPD-Liste für die Gemeinde räumt, nicht aber den dritten Platz auf der Samtgemeindeliste der Genossen“, betont Büscher. Das könne dazu führen, dass die Luhdener Sozialdemokraten nach dem Urnengang gar keinen Bürgervertreter mehr in dem Eilser Gremium hätten – und eben das will der Einzelkämpfer nicht. Sein Appell an die SPD-Wähler aus Luhden und Schermbeck: „Die Kandidaten Thomas Hahne (Platz zehn) und Bernd Gliese (Platz 14) ankreuzen – und damit nicht für die Liste, sondern für Personen votieren.“ Nur dann werde die Stimme Luhdens im Konzert der Gemeinden garantiert auch in den nächsten fünf Jahren vernehmbar sein.

Was das rote Parteibuch betrifft – „das“, sagt Büscher, „habe ich nur sehr, sehr schweren Herzens zurückgegeben“. Denn sowohl mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands als auch mit ihrer Luhdener Fraktion sei er nach wie vor im Reinen. Zweimal war Büscher SPD-Mitglied; beim ersten Mal von 1981 bis 1983 und damit zwei Jahre, beim zweiten Mal von 1991 bis Juni 2011 und damit stattliche 20 Jahre. Indes: „Ich wollte meinem Rauschmiss zuvorkommen. Die Statuten sehen nämlich vor, dass ich als Einzelkämpfer ausgeschlossen worden wäre.“ Die zehn Unterstützerstimmen, die Büscher dafür als Solist braucht, hat er locker zusammen bekommen – „und das nicht aus meinem Familienkreis“.

Was sich Büscher für eine weitere Ratsarbeit auf die Fahne geschrieben hat, sind fünf Punkte, die er derzeit auf Handzetteln publik macht:

- Auch in den nächsten fünf Jahren ein Luhden ohne Autohof – „denn ich kenne in ganz Deutschland keine einzige Anlage, die jemals mitten zwischen drei Dörfer gebaut werden sollte oder gebaut worden ist“.

- Erhalt, Pflege und Verbesserung der Straßen- und Oberflächenentwässerung,

- Pflege und Unterstützung der örtlichen Vereine und Gemeinschaften,

- Ansiedlung neuer Firmen im Gewerbegebiet,

- immer ein offenes Ohr für die Bürger aus Luhden und Schermbeck.

Hinzu kommt: „Solange es irgendwie machbar ist, darf es in Luhden keine Hallenbenutzungsgebühren geben“, unterstreicht der Lokalpolitiker. „Auch deswegen brauchen wir noch mehr Firmen, die im Gewerbepark ihren Sitz nehmen und im Ort ihre Gewerbesteuer bezahlen.“

Büscher auf die Frage nach künftigen Allianzen: „Ich kann heute sagen, dass ich im Falle meiner Wahl zu 95 Prozent alleine bleiben werde.“ Weder die CDU noch die SPD könnten also fest mit ihm rechnen. Im Gegenteil: „Ich werde von Fall zu Fall entscheiden, welchen Antrag ich unterstütze. Mein Leitstern ist es, stets zum Besten des Ortes und der Bewohner zu handeln.“

Deren Bürgermeister, ein im Zuge der Kommunalwahl zwar unwahrscheinlicher, aber immerhin möglicher Fall, muss er nicht nochmals werden. „Ich habe das selbst zwischen 2001 und 2006 sowie von 2006 bis 2011 noch mal als Stellvertreter erlebt: Das Amt macht zwar viel Spaß, die Arbeit ist aber ungemein zeitintensiv.“

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