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Luhden „Bisschen vorsichtiger fahren“
Schaumburg Eilsen Luhden „Bisschen vorsichtiger fahren“
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07:50 14.02.2019
Auf Höhe der Einmündung der Bahnhofstraße (links) in die Theodor-Heuss-Straße soll es des Öfteren zu Verkehrsbehinderungen durch geparkte Autos kommen. Quelle: wk
Ahnsen

Zu den Stoßzeiten soll es deswegen regelmäßig zu Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses kommen, weil sich der Straßenverkehr hinter den abgestellten Autos staut.

Angeschoben wurde die Debatte vom CDU-Ratsherrn Markus Dreier. Ihm zufolge haben sich auf dieser innerörtlichen Straße bereits Unfälle ereignet, indem Kraftfahrzeuge auf geparkte Autos aufgefahren sind. Von der Verwaltung wollte er nun wissen, ob es geeignete Maßnahmen gebe, solche Unfälle zukünftig zu verhindern. „Die Autofahrer sollten ein bisschen vorsichtiger fahren“, gab ihm Gemeindedirektor Bernd Schönemann zur Antwort. Carsten Borrmann (CDU) ließ dies nicht unkommentiert: „Es ist aber eine Verkehrsbehinderung“, wandte er ein. Zur Verdeutlichung berichtete er, dass er schon häufiger lange habe warten müssen, wenn er aus der Bahnhofstraße kommend auf die Theodor-Heuss-Straße habe abbiegen wollen. „Minutenlang“ sei der Verkehr nicht geflossen.

Darf überhaupt geparkt werden?

Daher regte Borrmann an, seitens der Gemeindeverwaltung zu prüfen, ob auf der Theodor-Heuss-Straße überhaupt geparkt werden darf. Genauer noch: Geklärt haben möchte er, ob es in diesem Bereich eine durchgezogene Mittellinie gibt, die das Parken auf der Straße verbieten würde. Seiner Meinung nach ist dort früher nämlich solch eine Linie vorhanden gewesen, die heute aber aufgrund von zwischenzeitlich erfolgten Straßenarbeiten unterbrochen sein soll.

SPD-Ratsherr Frank Struckmeier indes sprach sich klar gegen ein mögliches Parkverbot aus. Er warnte, dass so eine Regelung dazu führen könne, dass auf der Theodor-Heuss-Straße dann „Tempo 70“ (statt der maximal nur erlaubten Ortsgeschwindigkeit) gefahren werde.

Einen Beschluss fasste der Rat zu diesem Thema nicht.

Keine durchgezogene Mittellinie

Auf Anfrage dieser Zeitung berichtet Harald Niemann, Bürgermeister der Gemeinde Ahnsen, dass er selbst sich die Situation vor Ort nach der Sitzung angeschaut habe. Eine durchgezogene Mittellinie sei da nicht, sondern eine „mit Absicht“ gestrichelte, sagt er.

Auch früher, davon geht er aus, werde dort keine andere Fahrbahnmarkierung gewesen sein. Wenn doch, sei diese entfernt und als gestrichelte Linie komplett neu gemacht worden.

In Anbetracht der gelaufenen Diskussion appelliert Niemann an alle Fahrer, die Autos so zu parken, dass diese keine übermäßige Verkehrsbehinderung darstellen.

Von Michael Werk