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Drei statt vier: Pfarrstelle in Luhden wird aufgelöst

Luhden / Kirchenbezirk Bad Eilsen-Luhden-Heeßen Drei statt vier: Pfarrstelle in Luhden wird aufgelöst

Die Nachricht von der bevorstehenden Auflösung der Pfarrstelle Luhden hat im Kirchenbezirk Bad Eilsen-Luhden-Heeßen großes Bedauern ausgelöst. Pastor Lutz Gräber wird für diesen Bereich in absehbarer Zeit nicht mehr als Gemeindepastor zur Verfügung stehen. Über die künftige seelsorgerische Betreuung von Luhden und Heeßen ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen.

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Pastor Lutz Gräber sieht seine Neuorientierung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einen Vorteil dürfte sie haben: Die berufliche Belastung wird kleiner werden. © sig

Luhden (sig). Landesbischof Hans-Heinrich Manzke sprach von einem gleitenden Übergang, der notwendig werde, weil von den vier Pfarrstellen in Bad Eilsen, Luhden, Steinbergen und Engern nur noch drei übrig bleiben würden. Es könnte also sein, dass Luhden und Heeßen künftig von Steinbergen aus betreut würden. Hintergrund der Umstrukturierung sind Sparmaßnahmen, zu denen sich die Landeskirche gezwungen sieht.

Lutz Gräber übernahm bereits zum Schulbeginn nach den großen Ferien am Donnerstag die Aufgaben des Schulpastors in Bückeburg. Er folgt in diesem Amt wie bereits kurz berichtet Jan-Peter Hoth nach, der ins Landeskirchenamt wechselt. Gräber unterrichtet am Bückeburger Gymnasium Adolfinum Religion. Neben seiner neuen Tätigkeit als Schulpastor behält er die Funktion des Landesjugendpastors der Schaumburg-Lippischen Landeskirche.

Nur noch bis zu den Herbstferien wird Gräber die Aufgaben des Gemeindepastors in Luhden wahrnehmen. Dazu gehört auch die Betreuung der beiden evangelischen Kindergärten in Heeßen, die er seit Jahren mit viel Engagement wahrgenommen hat.
Über 18 Jahre lang leitete Lutz Gräber das Luhdener Kirchenzentrum, das eine segensreiche Einrichtung für den Zusammenhalt der Gemeindemitglieder war. Nicht nur das kirchliche Leben, sondern auch die kulturelle Arbeit und vor allem die Betreuung der Jugend hatten hier einen hohen Stellenwert.

Das alles wird sich ändern – aber wie? Selbst Superintendent Reiner Rinne begleitet diese Entwicklung mit „gemischten Gefühlen“, wie er auf Nachfrage bestätigte. Die Zusammenarbeit mit Gräber und sein Einsatz seien vorbildlich gewesen.
„Das ist für Luhden ein bitterer Verlust, der sich wie ein Lauffeuer im Ort herumgesprochen hat“, sagte Uwe Thies, Vorstandsmitglied verschiedener örtlicher Vereine. Von dem großen Engagement des Seelsorgers hätten alle örtlichen Vereine sowie Gemeinschaften und besonders die Jugend profitiert. Gräber ist zurzeit noch Hauptjugendwart beim Luhdener Sportverein.

Im Gespräch versicherte Gräber, dass er aber die Betreuung der neu gegründeten „Ten Sing“-Gruppe, die ihre Treffen im Gemeindezentrum in Bad Eilsen abhält, vorerst nicht abgeben will. Ob er aber noch die Zeit finden wird, mit Kindern und Jugendlichen Weihnachtsmusicals einzustudieren, bleibt offen.

Großes Bedauern löste diese berufliche Veränderung ebenfalls beim Eilser Heimat- und Kulturverein aus. Hier wirkt der Seelsorger im Team des „Literarischen Kabinetts“ mit. Wird er die Zeit finden, hier weiter mitzumachen? Bleibt es bei den Treffen im Luhdener Kirchenzentrum? Das alles wird sich erst in naher Zukunft entscheiden. Ein Verlust für das kirchliche Leben im Eilser Raum ist diese Entwicklung in jedem Fall, sind sich alle Betroffenen einig.

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