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Drillinge im Kuhstall

Kälbchen erblicken das Licht der Welt Drillinge im Kuhstall

Es ist der Familie Tecklenburg bekannt gewesen, dass ihre Schwarzbunte mit Namen „Nobody“ bald kalben würde. Die Tierärztin hatte ebenfalls bereits vor vielen Wochen festgestellt, dass die bereits dreifache Mutter dieses Mal Zwillinge zur Welt bringen würde.

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Die kleinen Kälbchen merken sofort, wer es gut mit ihnen meint. Vertrauensvoll lassen sie sich von Landwirtin Marina Tecklenburg anfassen und schlecken sie zwischendurch mit ihren schon großen Zungen ab.

Quelle: ah

Luhden. Aber Friedrich-Wilhelm Tecklenburg und seine Frau Marina staunten nicht schlecht, als ihnen beim Kontrollblick in die Abkalbebox am frühen Morgen nicht zwei, sondern drei kleine Kälbchen entgegenblickten. Drillinge – das kommt wirklich sehr selten vor. Darum freut es die Familie besonders, dass Mutter wie Kinder augenscheinlich topfit sind und es keine Komplikationen gab.

 Zwar kamen die Kleinen etwas zu früh, aber das sei normal bei Mehrlingsgeburten, so die Fachfrau. In früheren Jahren, als die meisten Milchviehbetriebe ihre Kälber noch im geschlossenen Stall hielten, kam es häufiger vor, dass die Neugeborenen an Durchfall oder einer Lungenentzündung erkrankten und nicht selten daran starben. Das gesunde Klima in dem offenen Boxenlaufstall des Luhdener Milchviehbetriebes bekommt den Tieren gut. Sie sind robust und abgehärtet. „Bei uns kommt es Gott sei Dank sehr selten vor, dass Kälber sterben. Falls es dann doch passiert, dann vor oder während der Geburt. Sind sie einmal da, haut die Kleinen so schnell nichts mehr um“, berichtet Marina Tecklenburg.

 Jede Familie, die Zwillinge oder gar Drillinge hat, weiß um die Strapazen einer solchen Entbindung. „Nobody“ hat alles alleine geschafft – ohne Hilfe von außen, ganz zu schweigen von der Anwesenheit des Vaters. Deswegen sieht die große dunkle Milchkuh auch nach einigen Stunden noch recht erschöpft aus. Doch wie bei fast allen Müttern kommen die Kinder an erster Stelle: Trotz der Erschöpfung rappelt sie sich immer wieder auf, leckt ihre kleinen Strolche ab und beobachtet genau, wie sie sich bei ihren ersten Gehversuchen auf den dünnen Beinchen anstellen. Zwischendurch stärkt sie sich bei Wasser und Heu, denn Kraft und Energie wird sie in den nächsten Tagen brauchen.

 Ab Morgen werden sich die Wege der vier trennen. Es hört sich zunächst grausam an, doch für die Kälber, die inzwischen die Namen „Lady Rose“, „Lady Red“ und „Lord Black“ erhalten haben, ist es besser, wenn sie in der Zukunft in separaten Kälberboxen untergebracht sind. „Nur so können wir sicher sein, dass alle drei sich gleich gut entwickeln. Würden wir sie bei der Mutter lassen, würde sicherlich nur eines, nämlich das stärkste Kalb, überleben. Da die Kälberboxen nur wenige Meter entfernt sind, können sich Kälber und Mutterkuh aber immer noch sehen und hören.

 Die Kleinen bekommen fünf Tage Muttermilch, die „Biestmilch“. Darin sind alle Abwehrstoffe enthalten, die die jungen Tiere benötigen. Danach erhalten die Kleinen „Vollmilch“ aus der eigenen Produktion des Hofes. Bei einem letzten Blick in die mit Stroh ausgelegte Abkalbebox wird dem Betrachter klar: Den Tieren geht es richtig gut – und die drei Kleinen werden mit Sicherheit groß werden. ah

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