Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Eisenhammer, Mühlen und Wasser

Wanderung an der Aue Eisenhammer, Mühlen und Wasser

Die Luhdener wissen bereits seit vielen Jahren, dass eine Wanderung unter Leitung von Fritz Schmidt hält, was sie verspricht. Fast 40 Interessierte begrüßte Vizebürgermeister Hartmut Büscher zur jüngsten Wanderung an der Sporthalle.

Voriger Artikel
Drillinge im Kuhstall
Nächster Artikel
Raus aufs Land

Kraftakt für die alte Brücke: 40 Luhdener bei ihrer Tour entlang der Aue.

Quelle: hil

Luhden. Fritz Schmidt betonte zu Beginn, es handele sich dieses Mal nicht wie sonst um einen Schnatgang. Der Ausdruck kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutet so viel wie Grenzgang. Da aber nach acht Jahren alle Grenzen Luhdens unter unterschiedlichsten Gesichtspunkten bereits erwandert waren, stand diese neunte Wanderung nun unter dem Thema „Die Bückeburger Aue – eine Wanderung mit historischem Hintergrund“.

Geschichte des Gewässers

Um die Streckenlänge in einem übersichtlichen Rahmen zu belassen, der Quelle der Aue aber so nah wie möglich zu kommen, wurde die wanderlustige Gruppe zunächst mit einem Bus nach Rolfshagen gebracht. Der Bach entspringt im nach ihm benannten Auetal: am Fuße des Süntels, südlich von Hattendorf, in einer unterirdischen Quelle. In Rolfshagen hat ihr Wasser also bereits etwas über zwölf Kilometer zurückgelegt. An einer idyllisch gelegenen Brücke, nahe des Bernser Eisenhammers machte die Luhdener Gruppe ihre erste Station und Fritz Schmidt erzählte von der Geschichte des Gewässers. Das Gefälle der Aue wurde in früheren Jahren genutzt, um über ein Wasserrad Eisenhämmer oder Mühlen zu betreiben. Sie wurden über Stichkanäle von dem Auewasser angetrieben.

So ging die Wanderung durch Feld und Flur, vorbei am „Rolfshäger Eisenhammer“, der „schwarzen Mühle“, der „Ahrensburger Papiermühle“ und der „Schlingmühle“ in Buchholz – immer die Aue inSichtweite und manchmal zum Greifen nah.

Die Mühlen und Eisenhammer dieser Region blicken auf eine jahrhundertalte Geschichte zurück. Mit Einzug der maschinellen Fertigung von Papier und Metallwerkzeugen, sowie der industriellen Verarbeitung von Getreide, stellten sie jedoch ihre Arbeit in den sechziger und siebziger Jahren ein.

Pause an der Schlingmühle

Obwohl die Strecke nicht anstrengend zu begehen war, wurde von den Luhdenern auf ihrem Weg gerne jedes überflüssige Bekleidungsstück abgelegt. Alle freuten sich über Getränke während der Pause an der Schlingmühle. Die Geräusche der Natur, der Geruch vieler duftender Blumen am Wegesrand und zwischendurch das Plätschern der Aue machten diese Wanderung für alle Teilnehmer zu einem Sonntagsspaziergang der ganz besonderen Art.

Gegen 15 Uhr erreichte die Gruppe gut gelaunt ihr Ziel. Am Luhdener Gasthaus „Zur Erholung“ wurden die Wanderer bereits von Hartmut Büscher und der Familie Thies erwartet. Bei Grillgut, kühlen Getränken und geselligen Gesprächen fand der Ausflug seinen Abschluss. Alle Teilnehmer, vom Jüngsten (5 Jahre) bis zum Ältesten (85 Jahre) waren sich einig: Das war ein gelungener Tag, der im nächsten Jahr hoffentlich eine Wiederholung findet.  hil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg