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Luhden „Es gleicht einer emotionalen Gratwanderung“
Schaumburg Eilsen Luhden „Es gleicht einer emotionalen Gratwanderung“
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19:05 14.11.2012
Reinhard Koller
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Luhden (thm)

Luhden wird seither in einem Provisorium betreut: Die Aufgaben, die zuvor Pastor Lutz Gräber wahrgenommen hatte, teilen sich seither die Pastoren Reinhard Koller und Stephan Strottmann sowie Superintendent Reiner Rinne. Und wie geht’s weiter?

 „Es gibt im Moment noch keine neue Entscheidungssituation in der Kirche“, sagt Rinne im Gespräch mit dieser Zeitung. Nach wie vor steht der Auftrag der Synode im Raum, wonach die Gemeinden Steinbergen und Bad Eilsen sich entscheiden sollen, ob die Pfarrstelle in Engern oder die in Luhden aufgegeben werden soll. Allerdings finden die beiden Gemeinden keine einheitliche Position. „Was ja auch leicht verständlich ist – wer will schon freiwillig die Pfarrstelle aufgeben?“, beschreibt Rinne die verzwickte Lage. Der Landeskirche habe man die Situation geschildert und sie gebeten, eine Entscheidung zu treffen. Rinne: „Das ist natürlich ein Prozess, der eine Zeit lang dauern wird.“ Wie lange es wohl noch dauert, bis eine Entscheidung fällt, ist derzeit noch offen. Bei der Herbstsynode, die am bevorstehenden Wochenende in Bückeburg tagt, ist damit eher nicht zu rechnen. Der Superintendent: „Die Synode will bis 2013 entschieden haben, welche Pfarrstellen erhalten bleiben, und welche nicht.“

 Bis dahin bleibt es wohl beim schon erwähnten Provisorium. Und das klappt erstaunlich gut. „Alle die Dinge, die das Gemeindeleben bisher geprägt und ausgezeichnet haben, laufen weiter“, berichtet Rinne. Im Gemeindezentrum mit Kirchraum sei alle zwei Wochen Gottesdienst, der Kindergottesdienst-Mitarbeiterkreis arbeite weiter, der monatliche Seniorenkaffee finde statt, Taufen, Beerdigungen, Trauungen – all das werde gemacht.

 Im angesprochenen Dritteln der Aufgaben sieht Rinne schon einen „Vorgriff auf die Kooperation – wenn Sie so wollen“. Jedenfalls sei in den Kirchengemeinden Bad Eilsen/Luhden und Steinbergen/Engern der Wille zur Zusammenarbeit vorhanden, wie auch immer die Lösung am Ende aussehen werde. Der mit Blick auf die Zukunft bestehende Interessengegensatz zwischen beiden Kirchengemeinden gleiche manchmal aber auch, gibt Rinne unumwunden zu, einer „emotionalen Gratwanderung“. Kein Wunder: Es geht nicht allein um Fragen des Stellenproporzes (von der Kopfzahl her ist Eilsen/Luhden die größere Gemeinde), sondern auch um die Zukunft kirchlicher Immobilen: Sowohl in Luhden als auch in Engern gibt es ein Pfarrhaus mit Gemeindesaal.

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