Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Firmen? Fehlanzeige! Werbung wird abgebaut

Luhden / Bauausschusssitzung Firmen? Fehlanzeige! Werbung wird abgebaut

Bekommt die Sporthalle schon bald eine Photovoltaikanlage aufs Dach? Das scheint trotz des aktuellen Ansinnens der Bundesregierung, die Photovoltaik-Förderung drastisch zu senken, möglich, denn: Die Gemeinde kann eine solche Anlage zwar nicht selbst betreiben, will einem Investor aber die 120 Quadratmeter Dachfläche, die dafür geeignet sind, zur Verfügung stellen.

Voriger Artikel
Die Plätze werden mit fünf Tonnen Rotgrand fit gemacht
Nächster Artikel
Was war eigentlich mit Herbert Eulenberg los?

Wir Sie sehen, sehen Sie nichts: Das Werbeplakat für den Gewerbepark hat sich in einem Sturm verabschiedet.

Quelle: tw

Luhden. Luhden (tw). Das erklärt Luhdens Gemeindedirektor Andreas Kunde beim jüngsten Treffen des Bauausschusses. Auslöser für Kundes Aktivitäten ist eine Anregung von Luhdens SPD-Fraktionschef Bernd Gliese von Anfang Januar 2012. Auch Karl-Heinz Voigt, Regisseur bei den Christdemokraten, hat Photovoltaik auf der Agenda stehen. Gliese verweist in seinem Schreiben auf den möglichen „Beitrag der Gemeinde zum Umweltschutz“ – und regt an, falls Luhden selbst investieren könne, 30000 Euro in den aktuellen Etat einzustellen.

 Das geht zwar wie gesagt nicht, weil die Gemeinde dafür ein Gewerbe anmelden müsste, ein möglicher Investor soll aber dennoch bereits in Sicht sein – an Land gezogen durch den SPD-Ratsherren Kim Alack; auch das verlautet am Rand der von Voigt geleiteten Zusammenkunft. „Ein Pachtzins von fünf Prozent des Jahresertrages oder aber von zwei bis vier Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche wäre denkbar“, überlegt Kunde. In Heeßen, wo ein Luhdener Investor eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Grundschule betreibt, zahlt er dafür regelmäßig eine Spende von 200 Euro an den Förderverein.

 Derweil gibt es an anderer Stelle weniger Erfreuliches: Die drei weiland sündhaft teuren Werbeschilder, die noch unter Regie von Bürgermeister Peter Zabold an der B83 und an der neuen Kreisstraße 8 aufgestellt wurden und mögliche Investoren auf die noch freien Flächen im Gewerbepark hinweisen sollten, sollen wieder demontiert werden – sie haben nichts gebracht. „Die Resonanz war gleich null“, bedauert Kunde. Dabei waren mit ihnen große Hoffnungen verbunden.

 Leicht gemacht wird den Politikern der Rückbau durch die Tatsache, dass eines der mit Schnüren in den Rahmen verankerten Werbeplakate bei einem der letzten Stürme erneut aus den Ösen gerissen wurde; es hat sich verabschiedet. Außerdem, so die Ansicht der Politiker, integrieren sich die Schilder nicht ins Landschaftsbild. Folgt der Rat Ende März/Anfang April der Empfehlung seines Ausschusses, werden die Rahmen zunächst zurückgebaut und eingelagert; die Betonfundamente verbleiben im Erdboden. Eventuell, so die Hoffnung der Abgeordneten, können die Rahmen zu einem späteren Zeitpunkt wieder hervorgeholt werden und dann – neue Inhalte tragend – für Großereignisse im Dorf werben.

 Stichwort Etatplanung: Geht es nach dem Willen des Bauausschusses, wird das „Ortsparlament“ im Jahre 2012 erneut 30000 Euro für die Reparatur von Rissen in den Straßen reservieren. Für die Sanierung von Gräben hatte Luhden im zurückliegenden Jahr 7000 Euro bereitgestellt; diese Summe soll nun um 3000 auf 10000 Euro erhöht werden. Zumal in Zukunft damit gerechnet werden muss, dass die Starkregen-Ereignisse zunehmen werden. Welche Gräben dabei vorrangig angefasst werden, soll bei einem Ortstermin geklärt werden.

 Apropos „Wasser“: Ein Wasserschaden zeichnet sich im Gemeindehaus ab; dort sind Ecken im Sitzungszimmer feucht geworden. Vorschlag von Voigt, von den Politikern gebilligt: Ein Fachmann soll sich die Sache ansehen und den Schaden beheben. Dafür stehen zunächst 5000 Euro im Etat bereit. Die indes könnten sich als Tropfen aus dem heißen Stein erweisen, denn: „Wir müssen auch an der Fassade was machen. Es gibt Stellen, an denen schaut das nackte Mauerwerk hervor“, erinnert Bürgermeister Thomas Beckmann. Ein Neuverputzen könne aber nur mit einem Neudämmen einhergehen.

 Weitere Vorschläge der CDU-Fraktion für den Haushalt sehen die Beschaffung einer Auswertmaschine für den örtlichen Schützenverein vor, für die 2200 Euro im Etat reserviert werden sollen; neue Fußballtore aus Aluminium, mit gleichfalls neuen Netzen versehen, würden mit 1600 Euro zu Buche schlagen.

 Derweil schlägt die SPD-Fraktion vor, die Straßenbeleuchtung bis zum Friedhof auszuweiten, denn: „Gerade in den Wintermonaten“, so Gliese, „wird es ser früh dunkel. So früh, dass Friedhofsbesucher von der Dunkelheit überrascht werden.“ Die Lampen könnten so geschaltet werden, dass sie gegen 22 Uhr von selbst ausgehen. Die Anschaffungskosten beziffern die Genossen mit 10000 Euro.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg