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Frieren die nicht?

Kühe in Luhden Frieren die nicht?

Obwohl die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt liegen, genießen viele Luhdener die Sonnenstunden, um bei klarer Luft Energie zu tanken. Spaziert man südlich der Ackerfläche an der Straße Ober der Rethe, kann man in den offenen Kuhstall des landwirtschaftlichen Betriebes Tecklenburg schauen.

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Kühe lieben Kälte, selbst mit minus 30 Grad Celsius kommen sie zurecht.

Quelle: hil

LUHDEN. Spaziergänger fragen sich dann: „Ist den Kühen denn gar nicht kalt?“

Familie Tecklenburg hat sich bei dem Neubau ihres Kuhstalls vor 13 Jahren ganz bewusst für einen offenen Boxenlaufstall entschieden. Denn die Kühe frieren im Winter nicht, auch dann nicht, wenn das Thermometer Minustemperaturen anzeigt. Ihr Fell schützt sie hervorragend gegen die Kälte. Überhaupt haben es die Kühe gerne kühl. Die ideale Temperatur liegt bei circa zehn Grad Celsius.

Marina Tecklenburg erinnert sich: „In alten Anbinde-Ställen wurde früher nur im Sommer die große Stalltür aufgemacht oder dann, wenn gutes Wetter war. Bei Regen, Wind oder Frost war alles zu. Das hat häufig dazu geführt, dass ein ungesundes Stallklima entstanden ist.“ Bei Milchkühen fällt durch ihren erhöhten Stoffwechsel zusätzliche Körperwärme an, die an die Umgebung abgegeben werden muss. Die Kühe leiden also in geschlossenen Ställen selbst im Winter zeitweise unter Hitzestress. Sie schwitzen manchmal so stark, dass sich auf dem Fell kleine Wassertropfen bilden. So etwas ist jedoch Gift für die Kühe und kann zu schweren Atemwegserkrankungen führen.

Robust und selten krank

„Unsere Kühe sind von klein auf daran gewöhnt, in diesem offenen Stall zu leben. Dadurch werden sie robust und sind nur sehr selten krank. Im Winter kann die Körperwärme, die mit der Milchbildung produziert wird, wesentlich besser abgeführt werden. Wichtig ist, dass die Kühe einen bequemen trockenen Liegeplatz haben, keinen Zug bekommen, also vor Wind geschützt sind, und der Rücken trocken bleibt“, erklärt Marina Tecklenburg.

Um das zu gewährleisten, geht die Familie zweimal täglich durch den Stall und kontrolliert den Stall und die Liegeboxen. Bei extremen Witterungsbedingungen können an den Stallwänden „Curtains“, eine Art Rollos, heruntergelassen werden, um die Tiere vor Regen und Wind zu schützen. Diese kommen allerdings nur zum Einsatz, wenn Wetterströmungen aus Norden über das Land ziehen. Den Sturm „Friederike“, der erst kürzlich – aus Westen kommend – über das Land fegte, hätten die Kühe ganz gelassen über sich hinwegpusten lassen, so Tecklenburg.

Genießen die Winterkälte

Auch die Kälber erfreuten sich besserer Gesundheit, wenn sie draußen in den Kälberhütten frische Luft zur Verfügung hätten. Sie seien dadurch widerstandsfähiger gegen Krankheiten und insgesamt vitaler in ihrem Verhalten. „Bei starken Frostgraden reagieren sie jedoch empfindlicher.“ Deshalb sorgt Familie Tecklenburg bei den Kleinen besonders dafür, dass die Gruppen-Iglus vor Wind und Regen geschützt sind und sich immer genügend trockene Stroheinstreu in der Unterbringung befindet.

Kühe sind ihrem Wesen nach Tiere der kalten Klimaregionen. Selbst bei Temperaturen bis zu minus 30 Grad Celsius verursacht die Kälte bei Kühen keine gesundheitliche Beeinträchtigung. Sie genießen die Winterkälte. hil

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