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Früherer Bergstadt-Bürgermeister ersteigert Bild

Luhden / Awo-Stiftung Früherer Bergstadt-Bürgermeister ersteigert Bild

Mit diesem Ergebnis hatten nur die kühnsten Optimisten gerechnet, aber die amerikanische Versteigerung eines Bildes der Bad Eilser Künstlerin Ilse Klein erbrachte 1080 Euro.

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Helma Hartmann-Grolm, Christel Bergmann und Heidemarie Hanauske (von links) mit dem Bild „Masken“ von Ilse Klein, das später einen Erlös in Höhe von 1080 Euro erzielen wird.

Quelle: möh

Luhden (möh). Das Geld fließt in das Grundstockvermögen der Stiftung der Arbeiterwohlfahrt (Awo) „Für mehr Menschlichkeit“ und das Kunstwerk, es wurde 1996 gemalt und trägt den Titel „Masken“. Es hängt demnächst im Haus des ehemaligen Obernkirchener Bürgermeisters Adolf Bartels, der sich mit seiner Ehefrau Karin sehr freute, den Zuschlag bekommen zu haben.

 Die Versteigerung des Bildes, die die Landkreisdezernentin Ursula Müller-Krahtz leitete, und ein Essen standen im Mittelpunkt des Stifterforums 2012, das erstmals im „Panorama“-Restaurant am Golfplatz in Luhden stattfand. Die Stiftung selbst startete im Jahre 2007 mit 64525 Euro Grundstockvermögen, das bis jetzt aktuell auf 151411 Euro angestiegen ist. „Gutes getan“, was die Ur-Aufgabe einer Stiftung ist, wird lediglich aus dem Ertrag der Zinsen. Ab Sommer 2009 bis Oktober 2012 Jahres gab die Awo-Stiftung insgesamt 18936,25 Euro für die Förderung verschiedener Projekte aus.

 Die Stiftungsratsvorsitzende Helma Hartmann-Grolm freute sich zunächst, 40 der etwa 100 Stifter zum Forum und damit zu einem netten Abend begrüßen zu dürfen. Sie definierte schließlich die einzelnen Buchstaben des Wortes Stiftung. So stehe das „S“ für Soziales oder auch Stiftung. Das „T“ lasse sich für Tatkraft oder auch Transparenz benutzen. Für individuelle Hilfe könne das „I“ angesehen werden. „F“ sei einfach Freude und das zweite „T“ im Wort würde sie für Toleranz ansehen. Während das „U“ für Unterstützung, die auch die Stiftung selbst benötige, und das „N“ für Nutzen zu definieren seien, stehe das „G“ ganz klar, so Helma Hartmann-Grolm, für Geld, ohne das eine Stiftung überhaupt nicht leben könne.

 Die Ratsvorsitzende ging auf einzelne Projekte ein, die von der Stiftung gefördert worden seien. Besonders liege ihr, so teilte sie dem Forum mit, die jährliche Brotdosenaktion am Herzen. So erhalte jedes Kind, ohne Ansehen der familiären und wirtschaftlichen Verhältnisse, eine Brotdose, wenn es in die Grundschule eingeschult werde. Die Dose als plakatives Beispiel für gesunde Ernährung solle die Eltern daran erinnern, ihrem Nachwuchs nicht nur Frühstück zu machen, sondern auch ein Pausenbrot mit in die Schule zu geben. Sie dankte schließlich dem Schütte-Chor in Obernkirchen, der ein Benefizkonzert für die Awo-Stiftung gegeben habe.

 „Als Herrin der Zahlen“, wie sie sich selbst bezeichnete, erläuterte Heidemarie Hanauske, die Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, das vorhandene Vermögen. Sie berichtete, dass die Stiftung sparsam und vorsichtig sei, was das Geldausgeben angehe. Sie begrüßte schließlich Manfred Dobrowolski als den „Urvater“ der Stiftung. Er habe den Antrag an den Kreisverband der Awo gestellt, ob es denn nicht möglich sei, eine Stiftung ins Leben zu rufen, um Bedürftigen und Armen helfen zu können.

 Hanauske stellte dem Forum auch den „neuen“ Stiftungsrat und den Vorstand der Stiftung vor, deren Mitglieder jetzt neu ernannt respektive gewählt worden seien. Allerdings habe sich keine Änderung ergeben. So gehören dem Rat an: Helma Hartmann-Grolm (Vorsitzende), Manfred Dobrowolski, Bernd Hellmann, Michael Joop, Heinz-Gerhard Schöttelndreier und Dieter Kukuck. Der Vorstand setzt sich aus Heidemarie Hanauske (Vorsitzende), Heinz Janzen und Marianne Mang zusammen.

 Die heimische Malerin Ilse Klein, die in Schlesien geboren, aber mit 17 Jahren mit ihren Eltern aus der Heimat flüchten musste und bis zu ihrem Tod in diesem Jahr im Kurort lebte, stellte Bad Eilsens Bürgermeisterin Christel Bergmann vor. Ilse Klein habe zunächst nur Stillleben wie Blumen, allerdings mit sehr kräftigen Farben, gemalt. Als sie Rentnerin geworden sei, habe sie Unterricht genommen, sei viel gereist und habe dann auch Landschaften in Aquarell und Öl sowie Treppen- und Türbilder gemalt. Die Bilder der Künstlerin würden ausschließlich für einen guten Zweck verkauft.

 Eine Kostprobe ihres Könnens gaben die 17-jährige Johanna Greenslade und die 14-jährige Lisa Kohlmeier aus der Musikschule Schaumburger Märchensänger. Sie spielten auf ihren Gitarren eine Sonate in D-Dur von Christian Gottlieb Scheidler. Die zwei Musikerinnen werden demnächst am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilnehmen.

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