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Im Dienste der Demokratie

Jüngster Ratsherr in Luden Im Dienste der Demokratie

Im Dialog mit anderen Menschen gemeinsam Lösungen für bestehende Probleme finden – das ist es, was Yannick Schneeweiß (20) an der ehrenamtlichen Arbeit im Gemeinderat Luhden reizt. „Und dass ich mit meinem Handeln etwas bewirken kann“, ergänzt er.

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Es sollten sich viel mehr jüngere Menschen in der Lokalpolitik engagieren, meint Yannick Schneeweiß.

Quelle: wk

Luhden. Obwohl: In den Augen vieler Leute sei Politik ja leider eine „ziemlich verstaubte“ Angelegenheit. Zudem hätten viele Menschen „keine Lust, sich mit komplexen Fragen auseinanderzusetzen“, räumt der 20-Jährige ein, um dann klarzustellen: „Aber irgendwer muss es ja machen, sonst funktioniert es nicht mit der Demokratie.“

Aus diesen Gründen hat sich Schneeweiß bei der Kommunalwahl im September 2016 um ein Ratsmandat im Ortsparlament Luhden beworben – als Kandidat der „Grünen“, denen er seit Ende 2015 angehört. Und mit insgesamt 75 Wählerstimmen im Rücken zog der Politikneuling dann in das Ortsparlament ein, in dem er der mit Abstand jüngste Ratsherr ist.

Zum Vergleich: Der Christdemokrat Thomas Beckmann, der 2011 zum Bürgermeister des Dorfes gewählt worden war, erhielt 140 Stimmen, dessen Amtsnachfolger Rüdiger Schmidt (ebenfalls CDU) 129 Stimmen. Und Bernd Gliese kam auf 98 Stimmen, womit er bei den örtlichen Sozialdemokraten der Spitzenreiter war.

Umweltschutz ist ihm wichtig

Stellt sich die Frage, welche Positionen Schneeweiß vertritt respektive welche lokalpolitischen Ziele der junge „Grüne“ unter anderem verfolgt. Umweltschutz sei ihm natürlich wichtig, betont er. So stimmt es ihn nachdenklich, wenn er etwa mit seinem Mountainbike in den umliegenden Waldgebieten unterwegs ist und sieht, wie dort Forstwirtschaft betrieben beziehungsweise in welchem Maße dort Holz geerntet wird. „Meiner Meinung nach ist es zu viel, was da rausgeholt wird.“ Angesichts der oftmals großflächigen Holzeinschläge sei die Bewirtschaftung dieser Wälder seines Erachtens nach „nicht nachhaltig genug“.

Ebenso möchte er, dass in der Gemeinde Luhden mehr auf erneuerbare Energien sowie auf Energieeinsparung gesetzt wird. Letzteres sei etwa dadurch zu erreichen, dass die vorhandene alte Straßenbeleuchtung auf stromsparende LED-Technik umrüstet wird.

Viel Zeit geht für so ein ehrenamtliches Engagement als Ratsherr in der Lokalpolitik schon drauf, räumt der 20-Jährige ein. „Aber es ist ja auch eine gute Sache.“ Man müsse das Ganze halt als Hobby sehen, dann bereite es einem auch keinen Stress.

Beruflich absolviert Schneeweiß, der übrigens auch als Ratsmitglied im Samtgemeinderat Eilsen sitzt, derzeit eine Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation. Danach möchte er studieren, wobei er sich noch nicht entschieden hat, welches Studienfach er wählen wird. Aktuell schwankt er zwischen einem Studium der Medienkommunikation und der Kommunikationswissenschaften. wk

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