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Im Gespräch mit Obernkirchen

Odachlosenunterkunft Im Gespräch mit Obernkirchen

Die Tage der Eilser Unterkunft für Obdachlose – sie befindet sich im Ortsteil Schermbeck – scheinen gezählt zu sein. Aus der Sicht von Bernd Schönemann „ist die ja nicht mehr in einem – ich sage mal vorsichtig – ganz optimalen Zustand“, berichtete der Bürgermeister unlängst im Rat der Samtgemeinde.

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Die Obdachlosenunterkunft an der Straße Im Grunde in Schermbeck.

Quelle: pr.

Luhden/Schermbeck. „Wir führen in diesem Zusammenhang auch Gespräche mit einer anderen Kommune“, gab Schönemann eine sich möglicherweise anbahnende Zusammenarbeit mit Obernkirchen zu erkennen.

Seit 1991 befindet sich das Gebäude im Besitz der Samtgemeinde. Angeschafft worden war es damals als Unterkunft für Asylbewerber. Die Samtgemeinde hatte das Gebäude für den künftigen Zweck herrichten und auch eine nagelneue Küchenzeile einbauen lassen. Ein Jahr nach dem Erwerb der Immobilie zogen die ersten Bewohner ein. 1994/95 ließ die Samtgemeinde für viel Geld ein Dreikammersystem installieren, denn Schermbeck war damals noch nicht an die Kanalisation angeschlossen.

Hanglage mit Panoramablick

Beneidenswert an dem roten Klinkerbau, der im Erd- und im Obergeschoss jeweils zwei Wohnungen hat, ist allein die Hanglage mit dem Panoramablick. Der bauliche Zustand ließ bereits im Jahr 2010 zu wünschen übrig. Damals hatten sich die Bürgervertreter aus dem Samtgemeindeausschuss vor Ort umgesehen. „Setzt man den Schlüssel ,Wert des Grundstücks minus Abrisskosten gleich Erlös’ an, lassen sich für ,Im Grunde 6‘ vielleicht noch 10000 Euro erzielen“, rechnete Christel Bergmann (SPD) seinerzeit vor.

„Ein Verkauf bringt kaum Geld“, meinte damals auch Hartmut Büscher. „Wir sollten in die Obdachlosenunterkunft auf der anderen Seite aber auch nicht groß Geld hineinstecken – das wäre dann nämlich eine Investition in ein Fass ohne Boden.“

Seit einigen Wochen ist das Gebäude nicht bewohnt. Wie Schönemann im Rat mitteilte, führt die Samtgemeinde auch Gespräche mit „einer anderen Kommune“, wobei er auf Nachfrage präzisierte, es handele sich dabei um die Stadt Obernkirchen. Kooperationen zwischen Eilsen und Obernkirchen hat es in der Vergangenheit nicht erst einmal gegeben, zuletzt beispielsweise beim Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“. Im Frühling dieses Jahres erreichte schließlich die Nachricht Eilsen, Obernkirchen überlege, seine Obdachlosenunterkunft abzureißen und gegebenenfalls sogar mithilfe eines Investors neu zu errichten.

Bernd Schönemann gab in Sachen Obdachlosenunterkunft nicht nur im Obernkirchener Rathaus seine Visitenkarte ab, sondern er recherchierte auch gleich die Rahmenbedingungen. Der Bürgermeister: „Es gibt dazu eine Stellungnahme des Landkreises: Es scheint rechtlich möglich zu sein, diesen Weg zu gehen.“

Und er wies auf einen letzten Gesichtspunkt hin: „Wir werden uns jetzt intensiv Gedanken machen, was wir mit dem Gebäude dort oben auf diesem sehr schön gelegenen Grundstück machen.“ thm

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