Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Kontroverse statt Konsens

Halteverbot am „Ramba Zamba“ Kontroverse statt Konsens

Um die Sicherheit der Besucher des Bowling-Centers und des Spielparadieses „Ramba Zamba“ zu verbessern, hat der Luhdener Gemeinderat im Frühjahr beschlossen, auf der nördlichen Seite der Straße Hainekamp ein „absolutes Halteverbot“ ausschildern zu lassen. Bislang ist daraus aber noch nichts geworden.

Voriger Artikel
„Kastanienhof“ hat neuen Pächter
Nächster Artikel
Mit fast 13 Jahren Verspätung

Mindestens ein Teil des Gemeinderates sieht das Bowling-Center/Indoor-Spielparadies „Ramba Zamba“ in der Pflicht, mehr Parkplätze für Besucher zu schaffen. 

Quelle: Archiv/wk

Luhden. Die Anregung dazu war von der SPD-Ratsfraktion gekommen: „Wenn man sieht, wie die Eltern mit ihren Kindern da zwischen den Autos umherspringen, ist es notwendig, die Gefahr etwas zu entkräften“, hatte der Fraktionsvorsitzende Bernd Gliese damals erklärt (wir berichteten).

 Zwar gab es laut Information der Gemeindeverwaltung im Mai einen Ortstermin mit der Verkehrskommission des Landkreises, bei dem auch die Polizeiinspektion vertreten war. Die bei jenem Treffen geführten Diskussionen, die auch die Ausweisung gekennzeichneter Parkflächen und die Einführung eines Tempolimits betrafen, hatten jedoch zu keiner Entscheidung geführt. Zum einen, weil die Gemeinde Luhden dem Straßenverkehrsamt erst noch ein „schlüssiges Verkehrskonzept“ vorlegen soll, zum anderen, da der Eigentümer und die Geschäftsführung des „Ramba Zamba“ das geplante Halteverbot „nicht befürworten“.

Bei der jetzigen Sitzung des „Ortsparlamentes“ hat die Gemeindeverwaltung nun vorgeschlagen, dass die aus den derzeitigen Parkverhältnissen am Hainekamp resultierende Gefährdungssituation für Kinder dadurch minimiert werden könnte, dass auf der nördlichen Seite der Straße (zwischen Knets Kamp und Nord-Süd-Straße) ein Gehweg angelegt wird. Da die asphaltierte Fahrbahn acht Meter breit ist, wäre dies „ohne erhebliche Einschränkung des Straßenverkehrs durch eine Verringerung der Fahrbahnbreite möglich“. Allerdings seien mit dem Bau des Gehweges „nicht unerheblichen Kosten“ verbunden, da dieser eine Länge von rund 290 Metern haben würde.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen 

Durch den Gehweg würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, betonte Gemeindedirektor Andreas Kunde. Zum einen würde die Sicherheit für die Kinder verbessert, zum anderen würden die im Hainekamp gefahrenen Geschwindigkeiten gedrosselt, da die Straße durch den Gehweg „nicht mehr so breit und einladend“ wäre.

 „Ich bin ja hart im Nehmen, aber beim Lesen dieser Vorlage bin ich fast kollabiert“, konterte der Christdemokrat Thomas Beckmann. Denn die Überlegung, dort einen Gehweg anzulegen, sei „hanebüchen“, da in diesem Fall der Betreiber des „Ramba Zamba“ in der Pflicht sei. Die von der CDU und Bündnis 90/Die Grünen gebildete Fraktionsgruppe (deren Sprecher er ist) werde jedenfalls „keinesfalls zustimmen, Geld aus dem Gemeindesäckel zu nehmen, um die Situation da in den Griff zu kriegen“.

Verkehrskonzept ausarbeiten 

Karl-Heinz Voigt (CDU) regte indes an, seitens der Gemeinde einen Planer zu beauftragen, um von diesem ein Gesamtkonzept für die Straße erarbeiten zu lassen. Denn der Hainekamp sei „auch vom Zustand her unter aller Würde“, weshalb dort ohnehin „etwas gemacht“ werden müsse.

 Ellen Fischer (SPD) gab zu bedenken, dass durch die Anlage des Gehweges keine zusätzlichen Parkplätze geschaffen werden, was aber nötig sei. Zudem monierte sie, dass sich das „Ramba Zamba“ sträube, weitere Parkplätze anzubieten.

 Am Ende fasste der Gemeinderat bei drei Gegenstimmen (Beckmann, Fischer und Christdemokrat Nils Steinmeier) folgenden Beschluss: Die Gemeinde Luhden beauftragt ein Ingenieurbüro zunächst damit, den Gehweg zu planen und die für den Bau anfallenden Kosten zu ermitteln. Zudem soll die Verwaltung beim Planungsbüro anfragen, ob dieser auch das Verkehrskonzept ausarbeiten kann. wk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Parkverbot vor "Ramba Zamba"
Anstatt ihre Autos auf einem nur ein kleines Wegstück entfernten Parkplatz abzustellen, parken die Besucher des „Ramba Zamba“ ihre Fahrzeuge lieber an der Straße Im Hainekamp – also quasi vor dessen Tür.

Der Rat der Gemeinde Luhden hat beschlossen, dass an der Straße Im Hainekamp - beim "Ramba Zamba" - ein generelles „Parkverbot“ ausgewiesen wird. Bislang gilt dort ein nur auf die Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr beschränktes „Absolutes Halteverbot“, von dem Autos befreit sind.

mehr

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg