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Neue Chancen durch Zimt und Pfeffer

Förderinnen vor Ort Neue Chancen durch Zimt und Pfeffer

Wie sich die von dem fürchterlichen Tsunami 2004 betroffenen Gebiete in Sri Lanka wieder erholt und weiterentwickelt haben, davon haben sich jetzt Jutta Schmidt-Hauschildt und Sina Stahlhut als engagierte Förderinnen vor Ort ein Bild gemacht.

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In diesem Unterricht werden den Kindern ethische Werte und die Lehren des Buddhismus vermittelt.

Quelle: pr.

Luhden. Mit dabei war der Vorsitzende des Fördervereins „Sahana“, Rajah Wirasekara. Gemeinsam wollten sie sich über die Fortschritte informieren, die mithilfe ihrer Spenden in der von der Flutwelle besonders verwüsteten Region möglich wurden. Viele Hilfsprojekte konzentrierten sich auf den Raum um Miyagala im Südosten der Insel. Mitgenommen hatte die Reisegruppe etliche Hilfsgüter wie Brillen, Schreibutensilien und vieles mehr.

Das Abenteuer begann bereits beim Flug von Düsseldorf nach Colombo. Wegen Unwetters wurde das Ziel erst mit 18 Stunden Verspätung erreicht. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase begann die Exkursion nach Miyagala. Die Aufnahme in einem Gästehaus war ausgesprochen freundlich. Verpflegt wurde das Team mit gut gewürzten heimischen Speisen.

Täglich fährt ein Bus

Aber alles hat geschmeckt – selbst der Joghurt aus Büffelmilch und Palmensirup. Von dem Gästehaus ging es mit einem gemieteten Fahrzeug und einem kompetenten Fremdenführer zunächst 25 Kilometer in Richtung Miyagala. Während der mitten im Dschungel gelegene Ort vor einigen Jahren nur über einen sieben Kilometer langen Fußweg zu erreichen war und dabei mehrere Bäche durchquert werden mussten, ist der Hauptweg mithilfe von Fördermitteln fast wieder komplett ausgebaut. So lassen sich auch die Bäche inzwischen trockenen Fußes überqueren. Täglich fährt dort ein Bus in die nächstgelegene Stadt. Das ist eine große Hilfe für die Dorfbewohner, für die Schulkinder und für diejenigen, die sich im Krankenhaus behandeln lassen müssen.

Der Förderverein „Sahana“ hat durch seine Anträge dazu beigetragen, dass der Staat die 2012 an der Straße gesetzten Masten mit Stromleitungen versehen hat. Allerdings müssen die Dorfbewohner ihre Anbindung selbst finanzieren.

65 Schulkinder aus zwölf Gemeinden rund um Miyagala werden von Sponsoren mit einem Stipendium gefördert. Bei den Patenschaften verpflichten sich die Eltern, die zum Teil selbst weder lesen noch schreiben können, ihren Kindern den regelmäßigen Schulbesuch zu ermöglichen. Das Förderkind bekommt zusätzlich eine Schuluniform, einen Ranzen, Schreibhefte, Stifte, wasserfeste Schuhe und einen Regenschirm.

Zusammenkunft für alle Förderkinder

Alljährlich organisiert der Vorsitzende des Fördervereins Familientreffen an diversen Orten und außerdem eine zentrale Zusammenkunft für alle Förderkinder mit deren Eltern. Das erste Dorf, das die Abordnung aus dem Schaumburger Land aufsuchte, lag mitten im Dschungel und wird von den Nachfahren der Ureinwohner Sri Lankas bewohnt. Sofort nach der Ankunft wurden die Gäste mit frisch gepflückten Königskokosnüssen und Bananen sowie anderen lokalen Delikatessen versorgt.

Es gab Gespräche mit den Förderkindern und den Eltern. Geprüft wurde auch, ob sich die Eltern an den vorgegebenen Maßnahmen zur Entwicklung ihrer Gemeinde beteiligen. Am nächsten Tag war ein anderes Dorf an der Reihe. Dort hatte der Förderverein den Wiederaufbau eines aus Lehm bestehenden Schulgebäudes ermöglicht, das durch Termitenbefall eingestürzt war. An dieser speziellen Sonntagsschule werden den Kindern von ehrenamtlichen Lehrkräften in verschiedenen Altersgruppen besondere Werte vermittelt, unter anderem soziale Kompetenz, Toleranz und buddhistische Religion. Angrenzend befindet sich auch eine Bücherei, die von allen Bewohnern der Gemeinde genutzt werden kann. Es gibt zudem eine Gemeindeschwester, die gleich mehrere Orte betreut – zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Anbau von Pfeffer geplant

Bei einem Spaziergang bekamen die Gäste auch Trinkwasserbrunnen zu sehen, die sie gefördert haben. Ein im Vorjahr gestartetes Projekt ist der Zimtanbau. Künftig ist auch der Anbau von Pfeffer geplant. Dadurch sollen die Verdienstmöglichkeiten verbessert werden, vor allem für Frauen.

Noch einige weitere Tage haben die Gäste genutzt, um mehr von diesem auch kulturhistorisch sehr interessanten Land zu sehen. „In unserem Gepäck brachten wir einen wertvollen Erfahrungsschatz mit, den wir nicht missen möchten“, ließen die Teilnehmer der Reisegruppe verlauten. sig

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