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Politiker favorisieren günstigere Variante

Straßenausbau beschlossen Politiker favorisieren günstigere Variante

Der westliche Teil der Straße Hainekamp in Luhden soll bis zum Ende des Sommers ausgebaut sein. Das hat der Gemeinderat jetzt einstimmig beschlossen. Die Kosten betragen rund 85 000 Euro, hinzu kommen Planungskosten.

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Der Luhdener Gemeinderat diskutiert über den Zeitplan, nach welchem der Ausbau der Straße Hainekamp erfolgen soll.

Quelle: thm

Luhden. Das Vorhaben kann aus Etatresten der Vorjahre finanziert werden. Luhdens stellvertretender Bürgermeister Hartmut Büscher erklärte den Handlungsbedarf so: „Der letzte Winter, der ja eigentlich gar nicht so richtig da gewesen ist, hat der Straße ziemlich zugesetzt. Die ist jetzt sehr sehr morsch und brüchig.“ Er erteilte Bau-Ingenieur Ralf Ottermann vom Planungsbüro Kirchner in Stadthagen das Wort, um die Planung für den Endausbau des Hainekamps vorzustellen.

Teilstück soll ausgebaut werden

Dieser mochte vom „Endausbau“ nicht sprechen: „Ich hab’s mal Ausbau genannt“, machte der Fachmann gleich zu Beginn darauf aufmerksam, dass aus seiner Sicht ein Endausbau zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht erfolgen könne. Die Straße Hainekamp liegt im Wirkungsbereich des Bebauungsplanes Nummer 24 „Gewerbepark“. Der östliche Teil der Straße zwischen der Nord-Süd-Straße im Osten und ihrem Kreuzungspunkt mit der Straße Im Felde ist bereits ausgebaut. Mithin kommt für einen Ausbau lediglich das westliche Teilstück von besagtem Kreuzungspunkt im Osten bis kurz vor die Einmündung in die Straße Schermbecker Trift (K8) infrage. Auch der dortige Einmündungsbereich – ein etwa 50 Meter langes und acht Meter breites Teilstück – ist bereits ausgebaut. Lediglich das dazwischenliegende Teilstück von etwa 180 Meter Länge und 6,5 Meter Breite solle ausgebaut werden, weil die Fahrbahn dort nur die Qualität einer Baustraße aufweise.

Fast ausschließlich freies Feld

Aber: Es handelt sich um eine Gewerbestraße. „Vergegenwärtigen Sie sich mal, wo dort das Gewerbe ist“, spielte Ottermann auf den Umstand an, dass sich dort fast ausschließlich freies Feld befindet. Lediglich nahe der K8 befinden sich auf der nördlichen Straßenseite die DHL-Niederlassung, die Wissmann Elektronik GmbH, die AKO Dr. Werner & Hornig GmbH & Co. KG sowie auf der anderen Seite der Fliesenleger-Betrieb Kremer – und nur einer dieser Betriebe ist noch nicht an den ausgebauten Kreuzungsbereich angebunden.

Ottermann stellte im Gemeinderat zwei Varianten vor. Beide berücksichtigen, dass sich auf der Straße zwei Lastwagen (Lkw) begegnen können müssen, wofür eine nutzbare Fahrbahnbreite von 6,35 Metern einzuplanen ist. In beiden Fällen ebenfalls berücksichtigt ist der Aufbau der Straße, der bei Lkw-Belastung 65 Zentimeter tief in die Erde reicht. Dabei liegt auf einer 30 Zentimeter mächtigen Frostschutzschicht eine 15 Zentimeter dicke Schottertragschicht, über der die Asphalttragschicht von zehn Zentimeter Dicke aufgebracht wird. Es folgen eine Binderschicht von sechs Zentimetern sowie – ganz oben – eine Deckschicht von vier Zentimeter Dicke.

Variante eins nicht sinnvoll

Variante eins wäre rund 55 000 Euro teurer als die zweite. Grund: Auf der Nordseite der Straße würde – wie auf der Südseite – auf gesamter Länge eine Gosse gebaut. Aus der Sicht Ottermanns ist das zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sinnvoll, denn noch befindet sich ja rechts und links freies Feld. Nach Ansiedeln weiterer Gewerbebetriebe müsse man die Gosse für das Anschließen der Grundstücke wieder aufnehmen, um sie dann erneut anzulegen – wodurch die Kosten abermals anstiegen.

Die Argumentation überzeugte die Politiker. Sie wollen daher zurzeit auf das Anlegen einer Gosse auf der Nordseite verzichten und votierten einstimmig für die Ausbauvariante zwei. thm

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