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„Ramba Zamba“: Der Kinderspielpark entsteht

Luhden / Umbau „Ramba Zamba“: Der Kinderspielpark entsteht

Sie heißen Nikolas (11), Jannik (8) und Mathis (3) und sind kleine Fachmänner für „Ramba Zamba“ – so nämlich heißt das Family Entertainment Center, das Sven Nottmeyer im September im früheren Bowl‘ & Racket Center am Hainekamp eröffnen will.

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Sind selbst Fachmänner für „Ramba Zamba“: die Nottmeyer-Söhne Nikolas (11) und Jannik (8) bringen eigene Ideen ein – und fassen auch schon mal selbst mit an. Mathis (3), der Jüngste der neuen Zielgruppe des Centers, fehlt auf dem Foto. © tw

Luhden (tw). „Mit unseren drei Söhnen haben wir die künftige Zielgruppe, aber auch die ,Berater’ für das neue Center bereits in der Familie“, schmunzelt der Vater. Sein Plan: den „Racket“-Bereich des Altcenters mit seinen Tennis-, Badminton- und Kegelflächen in einen Kinderspielpark zu verwandeln, der im ganzen Schaumburger Land – vergeblich – seinesgleichen sucht.

Der „Bowl“-Bereich mit seinen zwölf Bahnen bleibt dabei bestehen; er wird durch Anbau eines mehr als 40 Quadratmeter großen Raucher- und Gesellschaftsraums erweitert, für den der Gemeinderat Luhden unter Regie von Bürgermeister Peter Zabold während seiner jüngsten Zusammenkunft ebenso grünes Licht wie für eine Eingangsüberdachung gegeben hat.

„Indem wir den neuen Kinderspielpark mit der etablierten Bowlinganlage kombinieren, erreichen wir eine noch größere Zielgruppe“, so der Geschäftsmann. Eine Zielgruppe, die im dritten Lebensjahr beginnt und nach „hinten“ hin offen ist. Zur Größe der Gesamtinvestition möchte Nottmeyer nichts sagen. Aber: Er verspricht den Familien ausdrücklich „faire Eintrittspreise“; sie werden derzeit noch kalkuliert, sollen dem Vernehmen nach ausdrücklich aber nicht im zweistelligen Bereich liegen. Fair sollen auch die Preise der Erlebnisgastronomie sein; Nottmeyer will die Angebote noch um Kinderklassiker wie Popcorn, Slash, Spaghetti und Pommes erweitern.

„Während die Bowlingbahnen des Objekts in der Vergangenheit meist sehr gut frequentiert waren, hat die Buchungsintensität der Tennis-, Badminton- und Kegelangebote in den vergangenen Jahren stark nachgelassen“, bedauert der Center-Eigentümer. Eine Entwicklung, die so oder ähnlich auch anderen Orts in Deutschland zu beobachten ist. Nottmeyer handelte: Eine von ihm in Auftrag gegebene Markt- und Standortanalyse brachte viele Fakten zu Papier – und kam am Ende zu der Empfehlung, die Racket- und Kegelflächen in einen Indoor-Kinderspielpark umzuwandeln. „Genau dieses Konzept setzen wir jetzt unter Federführung des heimischen Architekten Gerhard Köster (Helpsen) baulich um“, sagt der Investor. Für ihn wie auch den Architekten jagt derzeit eine Nachtsitzung die nächste.

Die bauliche und konzeptionelle Umgestaltung erfolgt im Schulterschluss mit einer auf Freizeitanlagen spezialisierten Unternehmensberatung: „USF“, das Kürzel steht für „Unternehmensberatung Sport und Freizeit“ mit Sitz in Rosbach bei Frankfurt. „Wir konnten ,USF’“, so Nottmeyer, „über die Eröffnung hinaus auch für eine Kooperation hinsichtlich der Führung der Gesamtanlage gewinnen“. Die Unternehmensberatung soll selber einen eigenen Kinderspielpark betreiben und damit auch für den Standort Luhden ein idealer Partner sein.

Derweil ist der Ostflügel des 1979 als „Tennis Center Eilsen“ errichteten und 1996 zum bisherigen „Bowl’ & Racket Center“ umgestalteten Gebäudes bereits entkernt worden; die bislang separaten Kegelbahnen wurden mit den Racketplätzen zu einer mehr als 2000 Quadratmeter großen Gesamtfläche vereinigt. „Ein breites Lichtband im Dachfirst wird nicht nur als Entrauchungsanlage den Brandschutzbestimmungen Rechnung tragen, sondern das Innere auch mit Tageslicht fluten und die freundliche Atmosphäre der großen Halle verstärken“, so der Investor.

Auf der Fläche der früheren Kegelbahnen entsteht ein neuer Gastronomiebereich; auf einer eigens eingebauten Empore können bis zu 130 Kinder mit ihren Familien künftig fröhliche Geburtstagspartys feiern. „Die großzügige Spielzone“, sagt Nottmeyer „wird Standort eines riesigen Klettergerüsts mit spannendem Innenleben werden“. Allein an der Montage dieses Gerüsts sollen bis zu sechs Personen drei Wochen arbeiten. Durch Sicherheitsnetze soll die Konstruktion auch von Kleinkindern bespielbar sein; Kleinkinder, die übrigens einen separaten etwa 100 Quadratmeter großen „Toddler“-Bereich erhalten, der Schutz vor den Ellenbögen der Größeren bietet.

Kommt hinzu: Auf einer Kartbahn werden Elektrofahrzeuge unterwergs sein; ein Wabbelberg und eine Reihe von Trampolinen laden zum Toben ein; an der Kletterwand lassen sich Kraft und Geschick erproben. Derweil wird ein aufblasbares drei Meter hohes Riesenkrokodil in seinem weit geöffneten Rachen in regelmäßigen Zeitintervallen bis zu 15 Kinder verschlucken. Eine Reihe von Mal- und Lern-Computern soll auch elektronische Ansprüche abdecken. „Kurz: Es wird Spiel- und Tobe-Ideen geben, wohin man schaut“, fasst Nottmeyer das Konzept des Kinderparks zusammen.

• Auch während des Umbaus bleiben die noch bis 15. August von Henry Wehmeyer und seinem Team betriebenen Bowlingbahnen weiter geöffnet.

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