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Rauchmelder sorgen auch für Probleme

Feuerwehr Rauchmelder sorgen auch für Probleme

Die Rauchmelder, die ab sofort in jeder Wohnung und in jedem Haus gesetzlich vorgeschrieben sind, sind eines der zentralen Themen während der Hauptversammlung der Luhdener Ortsfeuerwehr gewesen.

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Der stellvertretende Ortsbrandmeister Frank Wolf (links) und Ortsbrandmeister Thomas Hahne (rechts) gratulieren Dominik Lange (Feuerwehrmann) und Steffen Jonaitis (Oberfeuerwehrmann) zu deren Beförderung.

Quelle: möh

Luhden (möh). Während Gruppenführer Marcus Struckmeier anhand eines kleinen Filmes eindrucksvoll demonstrierte, wie schnell sich ein Feuer ausbreitet und wie durch Melder Leben gerettet werden können, bezeichnete der stellvertretende Ortsbrandmeister Frank Wolf in seinem Bericht die vergangenen zwölf Monate als das „Jahr der Fehlalarme“, denn die Wehr rückte insgesamt 38-mal „vergeblich“ aus.

 Schuld daran seien auch die vielen bereits vorhandenen Rauchmelder in privaten Wohnungen und Häusern. So habe sich beispielsweise jemand heiß geduscht und dann sofort die Tür des Badezimmers geöffnet. Der Wasserdampf habe den Rauchmelder auf dem Flur erreicht, natürlich Alarm und so auch den Einsatz der Wehr ausgelöst. Ein anderes Mal sei angebranntes Essen für einen Fehlalarm verantwortlich gewesen, und auch profaner Zigarettenqualm löse die Rauchmelder leider immer wieder unnötig aus.

 Marcus Struckmeier, Gruppenführer und Experte der heimischen Wehr für Rauch- und Brandmelder, erklärte die Vorteile des Rauchmelders, der seit Beginn dieses Jahres in allen Wohnungen und Häusern gesetzlich vorgeschrieben ist. Diese Melder seien schon ab vier Euro in Baumärkten zu haben. Beim Kauf müsse lediglich auf das richtige DIN-Zeichen (14604) geachtet werden. Zudem sei Batteriebetrieb wichtig, denn dieser sorge noch für Alarm, wenn der Strom bereits ausgefallen sei. Besonders in der Nacht habe der Rauchmelder eine besondere Bedeutung, denn Qualm nehme der schlafende Mensch nicht wahr, und bereits eine Lungenfüllung mit Rauchgasen könne tödlich sein. Struckmeier: „Wir helfen den Bürgern daher lieber, wenn er einen Rauchmelder installieren möchte, als wenn wir ihn aus einem brennenden Haus retten müssen.„

 Die Feuerwehr Luhden leistete im vergangenen Jahr insgesamt 2174 Dienst- und 476 Einsatzstunden ab – und das ehrenamtlich und vor allem in der Freizeit. Insgesamt rückte die Feuerwehr zu 59 Einsätzen (zehn mehr als im Vorjahr) aus. Unterm Strich dürfe sich die Wehr aber nicht beklagen, erklärte Ortsbrandmeister Thomas Hahne, da die Ausrüstung schließlich sehr gut sei. Die Samtgemeinde erfülle alle Wünsche, wenn es nicht gerade „goldene Löffel“ seien, die man haben wolle.

 Stolz berichtete Thomas Hahne der Versammlung von einem außergewöhnlichen Telefonat, das er in diesen Tagen geführt habe. „Da wackelten mir dann doch die Knie“, erklärte Hahne, „als mir ein junger Mann aus Heeßen mitteilte, er wolle aktiv bei uns mitarbeiten.“ Mit derartig erfreulichen Nachrichten habe er es doch selten zu tun, betonte der Ortsbrandmeister. Der Ortsfeuerwehr, die auch für das Gebiet der Gemeinde Heeßen zuständig ist, gehören derzeit 25 aktive Kameraden und sogar 231 passive Mitglieder an.

 Da möchte die Wehr langjährigen Mitgliedern für ihre Treue Danke sagen und nicht einer der zu Ehrenden ist anwesend, wie Ortsbrandmeister Thomas Hahne mit Bedauern feststellten musste. Entsprechende Urkunden wollte er Rolf Bierwirth und Heinrich Piel (60-jährige Mitgliedschaft passiv), Wilhelm Sander (50 Jahre), Wolfgang Begemann und Klaus-Günther Metzner (40) sowie Friedhelm Bauszus, Helga Diekmann und Jörg Ehrhardt (25) überreichen. Dominik Lange wurde zum Feuerwehrmann und Andrej Gruber sowie Steffen Jonaitis zu Oberfeuerwehrmännern befördert.

 Positive Berichte erstatteten auch Atemschutzgerätewart Daniel Bölsing, der Sicherheitsbeauftragte Achim Schlake und Guido Hahne für den an diesem Abend verhinderten Gerätewart Matthias Bölsing.

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