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Rettungsgasse bilden

Feuerwehr Luhden appeliert an Autofahrer Rettungsgasse bilden

Schwer verletzte Personen, die nach einem Unfall auf der Autobahn auf Hilfe warten, müssen manchmal endlos warten, bis ihnen geholfen werden kann. Oft kommen die Helfer an den Unfallort, und das Opfer ist an seinen Verletzungen gestorben. Der Grund für die Misere: Auf der Autobahn werden keine Rettungsgassen gebildet.

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Ortsbrandmeister Thomas Hahne (Zweiter von rechts) und sein Stellvertreter Frank Wolf (links) ehren die langjährigen Mitglieder Nils Steinmeier (25 Jahre, von links), Heinz Wittkowski (60) und Heiko Buhr (40).

Quelle: möh

Luhden . Damit hat regelmäßig auch die Luhdener Feuerwehr bei ihren Einsätzen auf der A2 zu kämpfen. Das wurde bei der Hauptversammlung deutlich.

 Autofahrer wissen oft nicht, wie diese Gasse vorbildlich gebildet werden muss. Die Lastwagenfahrer, die tagtäglich unterwegs sind, wissen es besser, wollen aber nicht, wie die Luhdener Brandbekämpfer, die 2016 wieder viele Einsätze auf der Autobahn verzeichneten, klagen. Zweimal befreite die Wehr eingeklemmte Personen aus ihrem Fahrzeug, zehnmal löschte sie Fahrzeugbrände, bei fünf Unfällen auf der A2 gab es „nur“ Blechschaden.

 Gruppenführer Marcus Struckmeier führte seinen Kameraden einen selbst gedrehten Film von einem Einsatz auf der A2 vor. Eindrucksvoll demonstrierte er, wie das Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht und Sirene die Autofahrer wie „Hasen vor sich her scheucht“, bis endlich wieder eine freie Gasse vorhanden ist. Struckmeier mit Nachdruck: „Im Stau wird viel Zeit ,verballert’, die anschließend bei der Erstversorgung der Verletzten fehlt.“ Sein flammender Appell: „Bei Stau sofort eine Rettungsgasse bilden.“

 Die Luhdener Wehr verzeichnete 2016 insgesamt 46 Einsätze (59 in 2015) und leistete dabei 417 Stunden ab, wie der Gruppenführer erklärte. Besonders erwähnte er eine Brandwache im Palais im Park in Bad Eilsen, die vier Kameraden übernommen hatten und die insgesamt neun Stunden (von 20 bis fünf Uhr in der Frühe) dauerte. Auf derartige zeitintensive „Arbeit“, so Struckmeier, könne eine ehrenamtliche Wehr in Zukunft aber gern verzichten.

 Die Luhdener Wehr verfügtüber 20 aktive Einsatzkräfte

 Arbeitsstunden, die die Wehr ableistet, ohne dass die Bevölkerung durch Blaulicht oder Sirenen darüber informiert ist, listete der stellvertretende Ortsbrandmeister Frank Wolf auf. Sonderdienste wie Kommandositzungen, Waschen der Fahrzeuge; Vorbereitung und Durchführung des Osterfeuers, das Schmieren der Brote für die Jahresversammlung und dergleichen mehr hätten die Feuerwehr 1072 Stunden gekostet. Hinzu kamen noch 882 Stunden Übungsdienste, sodass die Kameraden 2016 mehr als ausgelastet waren. Wolf forderte, die Wehr benötige mehr aktive Kameraden, um die Arbeit auf zusätzliche Schultern verteilen zu können. Dennoch, so Wolf: „Wir haben eine tolle Truppe.“ Die Wehr hat insgesamt 230 Mitglieder, 20 sind aktiv.

 Gerätewart Matthias Bölsing berichtete der Versammlung im Saal der Gastwirtschaft Thies, dass die Wehr 2016 mit ihren Fahrzeugen insgesamt 1955 Kilometer gefahren sei. Zufrieden betonte der Sicherheitsbeauftragte Achim Schlake, dass das Berichtsjahr ohne Unfall über die Bühne gegangen sei. Für den verhinderten Atemschutzgerätewart Daniel Bölsing erklärte Ortsbrandmeister Thomas Hahne, dass die Wehr über elf Atemschutzgeräteträger verfüge.

 Die Bürgermeister Rüdiger Schmidt (Luhden) und Harald Bokeloh (Heeßen) dankten der Luhdener Wehr für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Bürger. Beide überreichten Hahne einen „rechteckigen Blumenstrauß“. Als Gäste nahmen auch Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann und Gemeindebrandmeister Hartmut Krause teil.

 Ortsbrandmeister Hahnehat reichlich zu ehren

 Für Ortsbrandmeister Hahne ist es eine besondere Freude, langjährige Mitglieder zu ehren. So überreichte er Heinz Wittkowski für 60-jährige passive Treue die Urkunde nebst Ehrennadel. Seit 50 Jahren gehört Karl-Heinz Ahldag der Wehr an. Seit 40 Jahren sind Christian Senne, Fritz Erhardt und Heiko Buhr mit dabei. Für 25-jährige Mitgliedschaft ehrte Hahne Lars-Henning Schröder und Nils Steinmeier. Befördert wurden Florian Brandt zum Feuerwehrmann, Jan-Hendrik Boumann zum Hauptfeuerwehrmann, Axel Pörschke und Mirco Metzner zu 1. Hauptfeuerwehrmännern und Thorsten Lange zum Löschmeister.

Von Cord-Heinrich Möhle

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