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Schinken-Kruse hat einen neuen Besitzer

Luhden / Frank Bahr erhält Zuschlag Schinken-Kruse hat einen neuen Besitzer

Das ehemalige Landgasthaus Schinken-Kruse in Schermbeck hat einen neuen Besitzer: Im Zwangsversteigerungsverfahren erhielt gestern im Bückeburger Amtsgericht der Mindener Rechtsanwalt Ernst-Udo Hansmann für seinen Mandanten Frank Bahr den Zuschlag. 95 000 Euro plus Verfahrenskosten muss der Luhdener Unternehmer für die Immobilie zahlen.

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Das Landgasthaus Schinken-Kruse hat einen neuen Besitzer. 1896 war der alte Teil des Anwesens erbaut worden.

Quelle: kk

Luhden/Bückeburg (kk). Eckhard Warschewski und Hans-Georg Terner von der Sparkasse als Hauptgläubiger zeigten sich letztlich zufrieden, dass sich überhaupt noch ein Käufer gefunden hat. Besonders freuten sie sich aber darüber, dass ein Einheimischer neuer Besitzer von Schinken-Kruse wird. Über die Pläne, die Bahr mit der Immobilie hat, ist noch nichts bekannt. Er war gestern für eine persönliche Stellungnahme nicht zu erreichen. Bei den bisherigen Versteigerungsterminen war er noch nicht als Interessent in Erscheinung getreten.
Als die Rechtspflegerin gestern um 11.09 Uhr den Zuschlag erteilte und Warschewski für das Geldinstitut zugestimmt hatte, endete ein langwieriges Verfahren. Einige Zuhörer im Saal haben das „Drama“ von Anfang an mit verfolgt. Sie erinnerten sich an mehrere Versteigerungstermine, in denen es entweder keine Bieter gab oder in denen das Angebot nicht akzeptiert wurde. Vom gestrigen Zuschlag waren sie dann aber doch etwas überrascht. Vor allem die Summe von 95 000 Euro lässt Schinken-Kruse manchem Beobachter doch als „Schnäppchen“ erscheinen – zumal der Verkehrswert für Gebäude, Garten, Wiesen und Wald (insgesamt ungefähr 42 000 Quadratmeter Grundfläche) mit 850 000 Euro angesetzt worden war.
In der Vergangenheit war ein Verkauf auch daran gescheitert, dass Schinken-Kruse nur als „Paket“ zu haben war. Einzelinteressenten zum Beispiel für den Wald habe es viele gegeben, erläuterte Warschewski. Da jedoch die Gebäude ohne die Flächen ringsum und die entsprechende Zuwegung kaum zu nutzen gewesen wären, habe man einer Zersplitterung nie zugestimmt.
Sollten die Gebäude erhalten werden, kommen auf den neuen Besitzer wahrscheinlich erhebliche Sanierungskosten zu. Ein Gutachter hatte der Bausubstanz zwar einen „noch zufriedenstellenden“ Zustand bescheinigt, allerdings sind der Energiebedarf erheblich, Heizung und Isolierung kaum noch zeitgemäß. Nicht zuletzt an den hohen Betriebskosten sollen die letzten Betreiber der Traditionsadresse wirtschaftlich gescheitert sein.
Das weit über die Grenzen Schaumburgs bekannte Ausflugslokal unterhalb der Autobahn war 2008 geschlossen worden. Viele Generationen Schaumburger erinnern sich noch an Besuche im Haus – sei es als Ziel einer Wanderung, einer Familienfeier oder eines Geschäftsessens. In seinen Ursprüngen geht das Anwesen auf das Jahr 1896 zurück, immer wieder wurde an- und umgebaut. Noch heute zeugen Werbung und Wertungen im Internet von der einstigen Beliebtheit des Hauses. Das Zwangsversteigerungsverfahren wurde von der Samtgemeinde Eilsen und der Sparkasse Schaumburg betrieben. Die Sparkasse ist mit einer Grundschuld von 204 000 Euro (plus Zinsen) Hauptgläubiger. Der Samtgemeinde sind die ehemaligen Besitzer noch 2200 Euro schuldig.

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