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Spaß im XXL-Format: Endspurt im Ramba Zamba

Luhden / „Family-Entertainment-Center“ Spaß im XXL-Format: Endspurt im Ramba Zamba

Im „Ramba Zamba“, dem früheren Bowl- & Racket- und künftigen „Family-Entertainment-Center“ am Hainekamp, gehen die Arbeiter zum Endspurt über: Im September will Sven Nottmeyer in der Ex-Tennishalle eine Kinderspielwelt im XXL-Format neu und den Bowling-Bereich wieder eröffnen.

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Viele Steppkes wären gern an ihrer Stelle: Die Nottmeyer-Söhne Nikolas (11), Mathis (3) und Jannik (8) testen schon mal das Klettergerüst samt Zubehör. © tw

Luhden (tw). Ein bereits jetzt tagtäglich auf der Baustelle präsenter Anlagen-Manager, der auch Ansprechpartner für die späteren Nutzer sein wird, ist gefunden: Thomas Schneider, Fachmann der „Unternehmensberatung für gewerbliche Sport- und Freizeitanlagen“ (USF), die in der Bundesrepublik Deutschland und dem benachbarten, deutschsprachigen Ausland schon seit bis zu 35 Jahren im Geschäft ist.

„Indem wir den neuen Kinderspielpark mit der etablierten Bowlinganlage kombinieren, erreichen wir eine noch größere Zielgruppe“, hatte Investor Nottmeyer bereits zu Beginn der Sommerferien im Gespräch mit der Redaktion dieser Zeitung erklärt. Eine Zielgruppe, die im dritten Lebensjahr beginnt und nach „hinten“ hin offen ist. Für den alten Bowling- und den neuen Kinderspielbereich hat Architekt Gerhard Köster (Helpsen) einen gemeinsamen Haupteingang vorgesehen. Das unterstreiche, dass das auf zwei Säulen ruhende Family-Entertainment-Center gleichwohl aus einem Guss sei.

Der Ostflügel des 1979 als „Tennis Center Eilsen“ errichteten und 1996 zum bisherigen „Bowl’ & Racket Center“ umgestalteten Gebäudes ist inzwischen entkernt worden; die bisherigen Kegelbahnen wurden mit den bisherigen Racketplätzen zu einer über 2000 Quadratmeter großen Gesamtfläche vereinigt.

Doch zurück zu den Dimensionen der den Steppkes vorbehaltenen rechten Seite der Halle und damit zum XXL-Format: Das XXL trifft insbesondere auf das Kinderspielgerüst mit seinem angeschlossenem „Spider-Tower“ (Spinnenturm) zu, das Arbeiter der Herstellerfirma European Leisure Industries (ELI) derzeit aus zahllosen roten und blauen mit Schaumstoff ummantelten Rohren zusammenstecken; die Firma ist nach eigenen Angaben Markführer bei der Entwicklung und Produktion von Hallenspielplatz-Attraktionen und Spielgeräten im Innenbereich.

„Das Gerüst samt ,Wasserfall‘ und Riesenrutsche, Herzstück von ,Ramba Zamba‘, ist mehr als acht Meter hoch – und damit nur einen Meter niedriger als die Halle an ihrem höchsten Punkt“, sagt Nottmeyer. Am Ende werden sieben Arbeiter nicht weniger als drei Wochen an der Konstruktion gewerkelt haben. Sascha Segret, der für die Kinderspielanlage zuständige Bauleiter, ergänzt: „Dank der engen Maschen der das Gerüst umgebenden Sicherheitsnetze können die Kinder außen nicht dran hochklettern.“ Ein Grund von vielen, warum das XXL-Spielgerät die aktuellsten EU-Sicherheitsstandards erfülle.

Gleichwohl ist Klettern natürlich erwünscht: Etwa rauf und runter im Inneren des Spinnenturms mit seinen fünf aus Gummimaschen gebildeten Ebenen – oder an der sieben Meter hohen „Fels“-Kletterwand an der Stirnseite des Riesengerüsts.
„Einmal oben angekommen, werden vier ,Fun-Shooter‘, auch ,Air-Kanonen‘ genannt, für einen Riesenspaß sorgen“, sagt Schneider.

Mit den Kanonen, die die Kinder selbst munitionieren, können sie tennisballgroße bunte Softbälle auf ihre noch kletternden Spielkameraden oder aber auf Zielscheiben verschießen. Allen diesen Aktivitäten auf Spielgerüst und Spinnenturm ist indes eines gemeinsam: „Sie fördern die Bewegungsmotorik der Kinder – und damit etwas, was im Computer-Zeitalter mehr und mehr verkümmert“, unterstreicht Schneider.

Nicht weniger los dürfte auf der Kartbahn sein, die um und unter dem Riesengerüst verlaufen wird: „Für Fahrspaß sorgen zwei Rennwagen, zwei Motorräder und ein Quad. Sie können von den Kindern selbst oder aber gemeinsam mit einem Elternteil gesteuert werden“, so Nottmeyer. Angetrieben werden die Fahrzeuge von nicht brennbaren Gelbatterien.

Ergänzt wird der für Größere gedachte Bereich derzeit um eine separate etwa 100 Quadratmeter große „Toddler“-Landschaft, die speziell auf die Bedürfnisse der Kleinen zugeschnitten ist. Für beide Zielgruppen gedacht ist ein neuer Gastronomiebereich, der auf der Fläche der früheren Kegelbahnen entsteht.

Auf einer eigens eingebauten Empore können bis zu 130 Kinder mit ihren Familien künftig fröhliche Geburtstagspartys feiern. Zum bisherigen Pizza-Angebot soll der Kinderklassiker Spaghetti, soll ausdrücklich aber auch Gesundes wie Obst, Salate und Quarkspeisen kommen. Neu gestaltet wird zudem die Be- und Entlüftung der Ex-Tennishalle: Der First lässt sich bei Bedarf auf einer Länge von 30 Metern öffnen; so gelangt neben Sauerstoff auch jede Menge Licht ins Innere.

„Geöffnet haben wird die Kinderspielwelt täglich ab 14.30 Uhr; am Wochenende und in den Ferien auch früher“, sagt der Anlagenmanager.

Nicht zu vergessen: Bei den Ausbauarbeiten setzt Nottmeyer mit Masse auf das Handwerk aus der Region. So sind auf der Baustelle zum Beispiel tätig: Weihmann, Zimmerarbeiten und Trockenbau (Ahnsen); Mews, Elektroarbeiten (Bückeburg), Zimmermann, Malerarbeiten (Nienstädt) und Dittmann, Heizungs- und Sanitärtechnik (Porta Westfalica).

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