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TÜV für Zugmaschinen: Alles top

Luhden TÜV für Zugmaschinen: Alles top

„Bewegen Sie bitte die Lenkung, und betätigen Sie beiderseitig die Blinker!“ Diplom-Ingenieur Gunnar Dubiel vom TÜV Nord tritt dichter an den Trecker heran und begutachtet den Zustand der breiten Reifen, ihre Achsaufhängung und die Lenkung.

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Gunnar Dubiel vom TÜV Nord wirft einen prüfender Blick auf die Beschaffenheit der Gelenkachsen dieser PS-starken Zugmaschine.

Quelle: sig

Von Siegfried Klein Luhden. Von Siegfried Klein

Luhden. Seit 13 Jahren hat er im Winter einmal seinen Arbeitsplatz für einige Stunden in die Gaststätte Thies in Luhden ausgelagert. „Wir wollen auf diese Weise den Landwirten längere Anfahrtswege ersparen“, erklärt der Sachverständige.

 Diesmal hatte er an einem Vormittag elf landwirtschaftliche Zugmaschinen auf ihre Fahrtauglichkeit zu prüfen. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. In der Winterperiode gibt es in der Regel keine größeren Einsätze auf den Feldern.

 Dubiel: „Diesmal haben die Halter ihre Fahrzeuge optimal vorbereitet. Es gab keine Mängel, deshalb erhielten alle Trecker die neue Plakette.“ Die älteste geprüfte Zugmaschine stammt aus dem Jahre 1957. Der stärkste Traktor hatte stolze 196 Pferdestärken.

 Dass nicht nur Autos, Busse und Lastwagen zum TÜV müssen, sondern auch die in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzten Fahrzeuge, liegt auf der Hand. Die Zugmaschinen sind im Laufe der Zeit immer größer, schwerer und schneller geworden.

 Die Schnellläufer, die es auf über 60 Stundenkilometer bringen, dürfen sogar die Autobahn benutzen. Sie erreichen dann auch problemlos ein Gesamtgewicht von mehr als zwölf Tonnen. Besondere Giganten sollen es schon auf Tempo 130 gebracht haben. Das dürfte aber keine sinnvolle Geschwindigkeit für die Feldbearbeitung sein. Zahlreiche Besitzer haben ein solches Wohlgefallen an ihren altgedienten Traktoren entwickelt, dass sie sich davon nicht trennen wollen. Es gibt sogar für bestimmte Modelle Oldtimerclubs.

 Deutschland gehört zu den führenden Nationen, was die Entwicklung und den Bau dieser Zugmaschinen angeht. Aber es gibt genügend Konkurrenz - sowohl in Europa als auch in Übersee. Für Modellsammler besteht da eine große Auswahl. Selbst Porsche hatte sich einst mit der Produktion von Traktoren befasst.

 Man muss übrigens nicht Land- oder Forstwirt sein, um so ein Gefährt zu besitzen. Wer es sich leisten kann, für den mag es auch ein Hobby sein, die Stufen eines Treckers zu erklimmen und durch die Lande zu tuckern. Da gibt es Fans, die sich nicht scheuen, damit bis zum Nordpol oder bis nach Afrika zu fahren. TÜV-Ingenieur Dubiel bezeichnet die Fahrgeräusche der Trecker als „historisches Kulturgut“.

 Für die Halter, die ihre Fahrzeuge in Luhden zur Begutachtung vorstellten, sind solche Vorhaben kein Thema. Sie waren froh darüber, dass der Prüfer keine Mängel feststellen konnte. Damit haben sie freie Fahrt bei der Frühjahrsbestellung ihrer Felder.

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