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Vorweihnachtliche Freude für Flüchtlinge

Luhden/Bad Eilsen Vorweihnachtliche Freude für Flüchtlinge

Einen Einblick in die deutsche Vorweihnachtszeit haben Flüchtlingsfamilien in Luhden erhalten.

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Die Kinder warten auf ihre Geschenke, die Karola Bahr und der Weihnachtsmann (alias Thomas Beckmann) überreichen.

Quelle: möh

Luhden/Bad Eilsen. „Diese Menschen haben ohne Hab und Gut ihre Heimat verlassen müssen. Jetzt sind sie in der Fremde einsam und werden auch noch schief angesehen“, ärgert sich Karola Bahr und betont: „Wenn bei uns Krieg wäre, würde auch ich sofort meinen Sohn schnappen und dieses Land verlassen.“ Damit die Flüchtlinge, die derzeit in Bad Eilsen wohnen, einen schönen Nachmittag erleben und gleichzeitig einen Einblick in die deutsche Vorweihnachtszeit bekommen, hatten Karola und ihr Mann Frank Bahr nicht nur zu Kaffee und Kuchen eingeladen, sondern auch für alle Kinder altersgerechte Geschenke wie Skateboard, Roller, Puppenwagen, Fahrrad und natürlich Süßigkeiten parat. Alle Erwachsenen erhielten Weihnachtstüten mit einer Sofadecke und einer Auswahl von typisch deutschem Weihnachtsgebäck.

„Diese Männer, Frauen und Kinder liegen mir sehr am Herzen“, betonte Karola Bahr. Daher hatten sie und ihr Mann sich kurzfristig dazu entschlossen, in diesem Jahr statt einer Spende ein gemeinsames Adventskaffeetrinken mit den Flüchtlingen zu veranstalten. Wie groß die Freude der Männer, Frauen und deren Kinder auf dieser Feier war, konnte das Ehepaar Bahr an den leuchtenden Augen vieler Teilnehmer ablesen.

Vor allem der Weihnachtsmann (im Kostüm steckte Thomas Beckmann) stand im Mittelpunkt des Interesses, und das nicht nur, weil er die Geschenke verteilte. Er war vor allem ein sehr gefragtes Fotomodel, mit Kindern auf dem Arm oder umrahmt von der gesamten Familie.

„Was heute hier passiert, ist für alle etwas sehr Schönes“, erklärte Tamara Stein, Sozialarbeiterin bei der Arbeiterwohlfahrt und zuständig für die Betreuung der heimischen Flüchtlinge. Aber auch Karola Bahr zeigte sich zufrieden, denn ihr Ziel, eine besondere Veranstaltung zu bieten, um Menschen glücklich zu machen, hatte sie erreicht.

Übrigens: Über die Weihnachtstage findet in der Unterkunft der Flüchtlinge keine besondere Feier statt, die Mitglieder des heimischen Unterstützervereins haben vielmehr privat in ihre Familien eingeladen. Damit solle symbolisiert werden, dass über Weihnachten niemandem die Tür vor der Nase zugeschlagen werde, wie es Maria und Josef in Bethlehem erfahren hätten, hob Stein hervor. möh

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