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Wächst die Leber mit den Aufgaben?

Wächst die Leber mit den Aufgaben?

Wer erinnert sich noch jener Bücher, die er in Kindheit und Jugend gelesen hat? Bei Jungen war Karl May begehrt, bei Mädchen Johanna Spyri mit ihrer Heidi. Das Trio des „Literarischen Kabinetts“ des Heimat- und Kulturvereins (HKV) las jetzt im Kirchenzentrum Luhden aus Werken seiner Lieblingsautoren.

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Leicht und bekömmlich muss die Kost sein, wenn man sich beim „Literarischen Kabinett“ mit Kostproben der Weltliteratur befasst. Darum kümmert sich Kochexperte Günther Bergmann.

Quelle: sig

Luhden (sig). Pastor Lutz Gräber: „Ich wollte mehr wissen von der Welt, entwickelte eine Vorliebe für den griechischen Autor Nikos Kazantzakis, der den verfilmten Bestseller „Alexis Sorbas“ geschrieben hat.“

Im Laufe des Abends las der Gastgeber auch noch aus der Erzählung „Die vertauschten Köpfe“ von Thomas Mann, aus dem Roman „Die Vermessung der Welt“ (Daniel Kehlmann) und aus Satire-Texten von Robert Gernhardt, der für seinen skurrilen Humor bekannt ist. Bei Mann, dem Meister von Schachtelsätzen, liebe er die wunderbare Sprache und die Ironie, bekannte Gräber.

Friedrich Winkelhake hatte das Glück, dass seine Mutter mit einer Buchhändlerin befreundet war. Das erleichterte ihm den Zugang zu Literatur. Nachdem er bereits mit 16 Jah„ren die Leitung des CVJM in Bad Eilsen übernommen hatte und es durch ihn zu einem regen Austausch mit Israel gekommen war, wuchs Winkelhakes Interesse an den Beziehungen zwischen Arabern und Israelis.

Winkelhake lobte die israelischen Autoren Amos Oz und David Grossmann, die Werke der Weltliteratur geschrieben hätten und sich für ein friedliches Miteinander im Nahen Osten einsetzten. Auf der Liste des HKV-Vorsitzenden standen noch drei arabische Schriftsteller. Die Erzählung „Eine Hand voller Sterne“ von Rafik Schami, der in Damaskus geboren wurde, hat einen Bezug zur aktuellen Situation in Syrien, wo das Volk ebenfalls für demokratische Strukturen kämpft.

Dieter Gutzeit erinnerte sich, dass der Bücherschrank gefüllt war mit Bänden, die von Bertelsmann vertrieben wurden. Natürlich durfte da der Weltroman „Vom Winde verweht“ von Margaret Mitchell nicht fehlen. Zum Vorlesen hatte er jedoch das Buch „Je kleiner der Unterschied“ des polnischen Satirikers Gabriel Laub ausgesucht, außerdem erheiternde Textstellen aus dem Band „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ von Eckart von Hirschhausen.

Der TV-Moderator hat die nur bedingt ernst zu nehmende These aufgestellt, dass Männer nur deshalb benötigt würden, weil sie die kalten Füße der Frauen wärmen müssten. Das sei ihre wichtigste Daseinsberechtigung. Er behauptet auch, die Männer hätten nur eine Chance länger zu leben – das sei der Abschied vom Weltlichen. „Also ab ins Kloster!“, empfiehlt er denen, die nicht früh ins Gras beißen wollen.

Um Zeit für solche Überlegungen zu gewinnen, hatten Günther und Guido Bergmann ein Lammcurry mit Kuskus zubereitet, in dem Kichererbsen waren. Vielleicht wollten sie damit Bezug nehmen auf die Thesen von Hirschhausen…

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