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Was war eigentlich mit Herbert Eulenberg los?

Luhden / „Literarisches Kabinett“ Was war eigentlich mit Herbert Eulenberg los?

Goethe kennt man, Lessing auch – aber was hat uns denn der Herbert Eulenberg zu sagen? Das dürften nicht sehr viele sein, die was mit diesem Namen verbinden.

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Herbert Eulenberg.

Quelle: sig

Luhden (sig). Genau das ist ein Grund, dass sich das „Literarische Kabinett“ des Eilser Heimat- und Kulturvereins (HKV) mit diesem Mann befasst. Eulenberg hat dazu noch eine besondere Beziehung zu Bad Eilsen.

 HKV-Chef Friedrich Winkelhake: „Eulenberg war ein treuer Kurgast, der sich von unseren bekannten Augenärzten behandeln ließ.“ Beruflich einzuordnen ist der gebürtige Kölner als Dramaturg und Schriftsteller, obwohl er zunächst Jura studierte. Es war aber offenbar etwas ganz anderes, was ihn in seiner Zeit bekannt machte. Eulenburg bemühte sich, Menschen einen Zugang zur Kultur zu verschaffen, die anders kaum eine Chance dazu hatten. Er lud sie sonntags zu sogenannten Morgenfeiern ins Düsseldorfer Schauspielhaus ein. Dort stellte der Dramaturg große Persönlichkeiten vor. Er befasste sich mit deren Biografie, Lebenswerk und Lebensart. Dazu gab er auch textliche Aussagen von ihnen wieder. Winkelhake: „Er bot sogar eine Bühnendarstellung zu der jeweiligen Figur, sodass es bei diesen Veranstaltungen recht lebendig zuging.“

 Das „Literarische Kabinett“ verfolgte einen ähnlichen Weg. Im Stil von Eulenberg trugen Winkelhake, Dieter Gutzeit und Lutz Gräber Texte von und über Goethe, Lessing und Dostojewski vor. Dass Deutschlands größter Dichter noch als Rechtspraktikant großen Liebesschmerz zu spüren bekam, der sich in „Werthers Leiden“ niederschlug, ließ die Zuhörer mitleiden.

 Gotthold Ephraim Lessing, Verfasser der Dramen „Nathan der Weise“ und „Minna von Barnhelm“, gehört zu den Vordenkern der Aufklärung. Seine Frieden stiftende Grundhaltung drückt sich in dem Satz aus, dass Gott alle Religionen lieb habe. Der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski hat intensiv die letzten Minuten vor seiner angeordneten Hinrichtung beschrieben. Er sollte sterben, weil er sich für mehr Freiheit in seinem Heimatland eingesetzt hatte. Schließlich wurde er im letzten Augenblick begnadigt und für Jahre nach Sibirien verbannt.

 Nach dem Vorstellen dieser drei bedeutenden Männer entschieden sich die Zuhörer des „Literarischen Kabinetts“ dafür, nächstes Mal mehr über Lessing zu erfahren.

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