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Wenn Brandschützer zündeln

Luhden Wenn Brandschützer zündeln

In Luhden ist es guter Brauch, das Erntedankfest auf eine besondere Art zu feiern. Es zieht sich über einen ganzen Tag hin und wird von der Kirchengemeinde und der Ortsfeuerwehr sowie den Schützen gemeinsam ausgerichtet. Der Vorteil ist, dass man dazu nur die Straßenseite wechseln muss.

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Teile einer alten Wohnzimmereinrichtung wurden schnell ein Raub der Flammen. Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Übung der Luhdener Stützpunktfeuerwehr.

Quelle: sig

Luhden. Während die Blauröcke ihre Fahrzeuge aus dem Gerätehaus fuhren, um dort Platz für die Gäste zu schaffen, wurde der Vorplatz des Kirchenzentrums für den Gottesdienst hergerichtet. Während die Gulaschkanone startklar gemacht wurde für die Ausgabe von 150 Liter Erbsensuppe mit Wurst, probten einige Meter weiter die Posaunenspieler ihren Einsatz.

Superintendent Reiner Rinne und Diakon Ingmar Everding hatten in der Zwischenzeit mit ihrem Team einen würdigen Rahmen geschaffen für ihren Beitrag zum Erntedankfest. Neben dem kleinen Altartisch standen zwei mit bunten Bändern geschmückte Erntekronen. Sogar der Zaun am Aufgang zum Kirchplatz war zur Einstimmung mit geflochtenem Grünschmuck versehen.

In seiner Predigt ging der Seelsorger nicht nur auf den Dank für eine gute Ernte ein, sondern nannte auch eine Reihe weiterer Gründe, für die dem Schöpfer zu danken sei. Die vor 25 Jahren erfolgte Wiedervereinigung gehöre dazu.

Nach dem Gottesdienst, bei dem Jungen und Mädchen der beiden Kindertagesstätten „Sinai“ und „Emmaus“ Achttourige tanzten, verteilten sich die vielen Besucher. Von der gegenüberliegenden Seite lockten die Gulaschkanone und ein Getränkestand, der vom örtlichen Schützenverein betreut wurde. An der Kirche gab es Bratwürste und eine umfangreiche Kuchen- und Tortentafel. Dort warteten auch auf den Nachwuchs mehrere Spielstationen. Die größte Herausforderung war eine zehn Meter hohe Kletterwand, die auch kleine Mädchen mutig erklommen.

Eine eher kreative Beschäftigung war das Anfertigen von Mosaiken. An anderer Stelle versuchten Kinder, nur mit dem Mund Äpfel aus einer Wasserschüssel zu holen.

Am Nachmittag ertönte plötzlich die Sirene auf dem Gerätehaus: Ein Löschfahrzeug sowie ein Tankwagen der Feuerwehr rückten aus. Ein Brandschützer hatte sich kurz zuvor als „Brandstifter“ betätigt und eine auf der Straße aufgestellte Wohnzimmereinrichtung in Flammen gesetzt. Der weitere Ablauf der Übung wurde Schritt für Schritt über Mikrofon erläutert. Die hochzüngelnden Flammen waren in wenigen Sekunden gelöscht.

Fazit: Die Dorfgemeinschaft Luhden hat auf eindrucksvolle Weise einen althergebrachten Brauch in ein neues Gewand gehüllt und damit viele Gäste angelockt. Und Petrus vergoldete das ganze Geschehen mit wunderschöner milder Herbstsonne. sig

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