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Luhden Weshalb nur der Eingang barrierefrei?
Schaumburg Eilsen Luhden Weshalb nur der Eingang barrierefrei?
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07:40 14.02.2019
Der neu gestaltete Eingangsbereich Der Luhdener Sporthalle ist barrierefrei. Quelle: wk
Luhden

So weit, so gut. Da die Innentüren und die sanitären Einrichtungen der Sporthalle allerdings nicht behindertengerecht konzipiert sind, hat sich ein Leser dieser Zeitung gefragt, was das Ganze letztlich nützen soll.

„Es musste da sowieso was gemacht werden“, erklärt Gemeindedirektor Andreas Kunde. Zum einen sei die alte Eingangstür des Gebäudes abgängig gewesen. „Da zog es durch wie verrückt.“ Zum anderen sei die Außentreppe marode gewesen. Daher habe diese neu gestaltet werden müssen.

Förderung wegen sozialer Komponente

Die Sporthalle komplett behindertengerecht zu gestalten, ist laut Kunde nicht das Ziel der von Schaumburger Unternehmen durchgeführten Umbaumaßnahme gewesen. Vielmehr hängt die im Eingangsbereich geschaffene Barrierefreiheit mit dem vom Land Niedersachsen aufgelegten Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ zusammen, aus dem heraus die Gemeinde Luhden einen Zuschuss in Höhe von zwei Dritteln der Gesamtkosten erhalten hat. Voraussetzung für die Gewährung solch eines Förderzuschusses ist ihm zufolge nämlich, dass das jeweilige Vorhaben auch einen „sozialen Aspekt“ beinhaltet. Oder anders formuliert: „Es hat einer sozialen Komponente bedurft, um in das Förderprogramm hineinzukommen.“

Über die im Herbst vergangenen Jahres erfolgte Umbaumaßnahme hinaus sind im Moment nach Auskunft von Kunde keine weiteren Investitionen geplant. Außerdem sei bislang noch nie von Bürgern der Wunsch an die Gemeinde Luhden herangetragen worden, die Sporthalle für Behindertensport nutzen zu wollen. Der Bedarf für eine vollständige Barrierefreiheit ist derzeit also nicht vorhanden.

In dem oben genannten Gesamtbetrag sind auch die Baukosten für die Erneuerung der Außentreppe, den Einbau einer elektronischen Schließanlage in die Eingangstür sowie die Anlage einer Dränage (an der Gebäudevorderseite) enthalten.

Von Michael Werk