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Widerspenstiges Widerlager

Erschließung des Gewerbegebeits in Luhden Widerspenstiges Widerlager

Vor etwa einem Monat haben im Westen Luhdens im „Gewerbepark“ (Bebauungsplan Nr. 24) die Arbeiten zur Erschließung des Gewerbegebietes begonnen. Das dabei aufgetretene Problem mit der durch das Gebiet nach Bückeburg führenden Trinkwasserleitung (wir berichteten) ist mittlerweile gelöst worden.

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„Knets Kamp“ ist dieser Tage ein Großbaustelle.thm(3)

Luhden. Das Bauvorhaben wird sich dadurch etwas verteuern. Auf den Zeitplan – die Fertigstellung ist für Ende November geplant – hat das jedoch keinen Einfluss.

 „Es geht gut voran“, ist Gemeindedirektor Andreas Kunde zufrieden. „Das ,Umschiffen‘ der Wasserleitung war etwas aufwendiger, aber es ist gut gelaufen“, kommt er auf den Knackpunkt zu sprechen, der den Verantwortlichen gleich zu Beginn der Baumaßnahme Sorgenfalten auf die Stirn gezeichnet hatte. Tatsächlich quert eine 40 Zentimeter Durchmesser aufweisende Trinkwasserleitung das Gewerbegebiet. Über diese wird die Nachbarstadt Bückeburg mit aus dem Wesertal stammenden Trinkwasser versorgt. Wie sich nach Anrücken der Bagger schnell herausgestellt hatte, liegt das Rohr nicht durchgängig in der Tiefe, von der die Planer ursprünglich ausgegangen waren.

 Die Leitung verläuft unter der Fahrbahn des bisherigen Wirtschaftsweges „Knets Kamp“. Auf dessen – etwas verbreiterter – Trasse soll auch eine der Straßen verlaufen, die den Gewerbepark künftig erschließen werden. Vom Hainekamp aus führt der Weg nach Norden, bis er etwa in Höhe der Nottmeyer-Hallen nach West abbiegt und anschließend auf die K8 zuläuft. „Genau im Bereich der Kurve befindet sich ein Betonwiderlager“, erläutert Kunde. Dieses unterirdisch eingebrachte Bauwerk soll den von Norden ausgehenden Hangdruck abfangen, um so zu verhindern, dass besagte Wasserleitung Schaden nehmen kann.

 Die erste Idee, den Schmutzwasserkanal hangseitig neben dem Widerlager vorbeizuführen – wozu dieses hätte freigelegt werden müssen – sei verworfen worden. Dem ausführenden Bauunternehmen – der Firma NN-Bau Ing. Neitz GmbH mit Sitz in Hessisch Oldendorf – erschien das als „zu riskant“, so Kunde. Auch er räumt ein: „Wenn das wegrutscht, dann haben wir den Salat.“

 Jetzt ist unterhalb des Widerlagers in drei Meter Tiefe eine waagerechte Bohrung vorangetrieben worden. Da hinein ist ein Stahlbetonrohr verlegt worden, durch das der Schmutzwasserkanal hindurchgeführt worden ist. „Das war schon etwas aufwendiger, zumal mit der Arbeit auch noch eine weitere Firma beauftragt werden musste“, so Kunde.

 Weil das Trinkwasserrohr zudem etwas höher liegt als angenommen, hat der Unterbau der Straßentrasse eine etwas mächtigere Schotterschicht erhalten. Damit soll verhindert werden, dass die in der Tiefe liegende Leitung durch Erschütterungen von Lastwagen beschädigt werden kann. „Das war nichts Dramatisches und hielt sich auch von den zusätzlich entstehenden Kosten her in Grenzen“, so Kunde.

 Die Arbeiter der Firma Neitz werden noch bis Ende nächster Woche auf der Baustelle sein. Bis dahin wird der Schmutzwasserkanal komplett verlegt sein. Dann legt das Unternehmen eine zweiwöchige Betriebspause ein.

 Wie Kunde weiter mitteilt, wird während dieser Zeit das von den Stadtwerken Schaumburg-Lippe beauftragte Tiefbauunternehmen Wilkening anrücken, um die Leitungen für Strom, Gas und Wasser zu verlegen.

 Aus Naturschutzgründen bislang noch nicht „angefasst“ worden ist das südliche Teilstück der Erschließungsstraße bis hinauf zum Hainekamp. In den Hecken auf dem neben dem Tennisplatz gelegenen Wall brüten nämlich noch Vögel. Nach Rücksprache mit dem Naturschutzamt und Anfang dieser Woche einem zusätzlichen Ortstermin mit einer Biologin war allen Beteiligten klar: „Wir lassen die Finger davon“, wie Kunde erläutert.

 Der Gemeindedirektor schätzt die Mehrkosten, die dem Problem mit der Trinkwasserleitung geschuldet sind, auf 30000 Euro – in Anbetracht der geschätzten Gesamtkosten von 435000 Euro ein moderater Anstieg. Der Termin für die Fertigstellung (Ende November) wird wohl eingehalten werden können.  thm

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