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Samtgemeinde Eilsen „5, 4, 3, 2, 1 – los!“
Schaumburg Eilsen Samtgemeinde Eilsen „5, 4, 3, 2, 1 – los!“
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00:25 20.11.2015
Die Darsteller von „Theater für Teens“ begeistern ihre Zuschauer: Louisa Schwarze (von links), Connie Everding, Fabian Spillmann, Frauke Spillmann, Imke Bachmann und Maike Langermann. Quelle: hil
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Luhden

Bereits im Eingangsbereich des Luhdener Kirchenzentrums wurde auf Schildern darauf hingewiesen, dass dieser Abend ganz unter dem Zeichen des Zeltplatzes stand. Trotzdem waren die Besucher beim Anblick des Gottesdienstraumes nicht wenig überrascht: Dort standen Zelte, bequeme Liegen, Gartenbänke, dazwischen Snacks in Töpfen auf Campingkochern, Dosenfutter, Matten und ein paar Stühle, dazu kuschelige Beleuchtung, Teekannen und kalte Getränke.

 Improvisationstheater bedeutet: Es gibt keinen Text und keine Rollen. Das, was auf der Bühne spielt, passiert im Augenblick, spontan und aus dem Bauch heraus. Das Publikum entscheidet, was es sehen möchte und wie sich die Geschichte entwickelt.

 Bei der ersten Szene wurden fünf – imaginäre – Gegenstände aus dem Publikum zur Bühne gereicht. Fünf der Spieler hatten nacheinander den Auftrag zu erklären, welchen Gegenstand sie da in ihren Händen hielten. Dabei waren der Phantasie keinerlei Grenzen gesetzt.

 Das Publikum gab das Startzeichen: „5, 4, 3, 2, 1 – los!“ Und die Vorstellung begann. Die ersten Lacher gab es schon beim Anblick von Connie Everdings Grimassen, während sie wie verzückt auf den wunderbaren „Ring“ – tatsächlich ein Flaschenöffner – an ihrem Finger starrte und ihm ungeahnte Funktionen zuschrieb. Frauke Spillmann hatte alle Lacher auf ihrer Seite, als sie das wieder verwendbare, reißfeste Mehrweg(-taschen-)tuch in den höchsten Tönen lobte.

 Die beiden jüngsten Darsteller, Maike Langermann und Fabian Spillmann, beeindruckten mit schauspielerischer Leistung, als sie einen Russen mit Badewanne und eine Chinesin mit Kanu im Gespräch mit dem Zeltplatzwächter darstellen sollten. Für einen weiteren Höhepunkt sorgten Louisa Schwarze und Imke Bachmann. Sie stellten den Streit eines frisch getrennten Paares nach, jedoch in unterschiedlichen Genres. Dabei wechselten von der klassischen Sprechrolle zur Opernarie, dann vom Westernstil zur Horrorshow.

 Das Publikum war restlos begeistert und belohnte die Darsteller mit reichlich Applaus. hil

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