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Eilsen / JUZ Auf der Suche nach neuen Angeboten

„Lohnt es sich eigentlich, das Jugendzentrum Eilsen auch sonntags zu öffnen?“ Die eindeutige Frage beantwortet dessen Leiter Fruttuoso Piccolo mit einem klaren „Jein“. Im Sommerhalbjahr veranstalte er an jedem ersten Sonntag im Monat einen Flohmarkt im Kurpark, der immer sehr viel Anklang finde, nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei deren Eltern.

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Fruttuoso Piccolo.

Quelle: möh

Eilsen. Im Winter dagegen komme es schon vor, dass er an den geöffneten Sonntagen einmal allein im Jugendzentrum (Juz) verbringe und viel Zeit habe, seine Büroarbeiten zu erledigen. Dennoch denke er, dass es für seine Klientel, die regelmäßig ins Jugendzentrum komme, auch sehr schön sei, an diesem Tag etwas mit den Eltern zu unternehmen. Er und das Zentrum könnten und wollten schließlich kein Ersatz für die Familie sein.

 Piccolo, der sich selbst als Lebenskünstler bezeichnet, hat bereits im Jahre 2002 die Leitung des Jugendzentrums übernommen. In all den Jahren hat er nach eigenen Angaben viel experimentiert und ist auch immer weiter auf der Suche, um das Angebot den Bedürfnissen der Jugendlichen und Kindern anzupassen. So sei er schon in der dunklen Jahreszeit sonntags in die benachbarte Turnhalle gegangen, bis die Resonanz immer mehr nachgelassen habe. Er erinnert sich auch an die Zeit, als das Jugendzentrum als eine der ersten Einrichtungen im gesamten Landkreis das Internet für sehr wenig Geld angeboten habe. Und heute, so Piccolo, zücke der Jugendliche bei einer Frage ganz locker sein Smartphone, schaue ins Internet und gebe die Antwort. Dann wiederum habe der Fernseher im Mittelpunkt des Geschehens gestanden, weil die Kinder und Jugendlichen die Kultsendung „Die Simpsons“ gemeinsam anschauen wollten.

 Derzeit schaut keiner mehr in die Flimmerkiste, sondern es ist wieder aktive Bewegung „in“, wie Piccolo festgestellt hat. So schmücken den Hauptraum des Jugendzentrums ein Kicker, ein Billardtisch und eine Tischtennisplatte. Die Jungen und Mädchen verabreden sich, spielen gemeinsam und hängen auch oft „nur im Jugendzentrum ab“. Bei allem Programm, das den Nachwuchs locken könne, sei immens wichtig, dass die Jungen und Mädchen sich in den Räumen einfach wohlfühlen, erklärt Piccolo. Dabei ist er nicht nur stolz, dass er trotz seiner 60 Jahre beim Tischtennis oder beim „Krökeln“ mithalten kann, sondern dass er auch das Vertrauen seiner jungen Besucher genießt. Ein Plus bei seiner Arbeit sei ferner, dass er viele der Eltern persönlich kenne. Daher könne er einige der Probleme lösen, mit denen die Kids zu ihm kämen.

 Unterm Strich hat Piccolo ein Lob für die Samtgemeinde („nicht nur, weil ich hier arbeite“) parat. Es sei schon eine großartige Geschichte, dass eine so kleine Kommune ein Jugendzentrum schon über so viele Jahre vorhalte. Es gibt aber auch bestimmte Regeln, die alle Besucher, wenn sie bleiben wollen, zu beachten haben. So ist der Verzehr von Alkohol tabu, auch wenn er nach den Buchstaben des Gesetzes dort getrunken werden dürfte. Drogen aller Art und auch Gäste, die rechts- oder linksextremes Gedankengut verbreiten, will Piccolo in seinen Räumen ebenfalls nicht sehen.möh

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