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Auf ’nen Kaffee zum Finanzminister

Bad Eilsen / Prüflinge Auf ’nen Kaffee zum Finanzminister

Seit gestern Nachmittag gibt es 58 neue Finanzwirte im Land Niedersachsen. Dies ist die Zahl der Prüflinge aus dem Ausbildungsjahrgang 2011, die gestern ihr Examen an der Steuerakademie Niedersachsen bestanden haben.

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Hervorragende Leistung – Frühstück mit dem Finanzminister: Peter-Jürgen Schneider hat die Jahrgangsbesten nach Hannover eingeladen.

Quelle: thm

Die statistischen Daten des Tages hat Regierungsdirektorin Bernadette Zeitler aufbereitet. Wie die stellvertretende Akademieleiterin ausführte, haben 20 – etwa ein Drittel – der Prüflinge ihren Abschluss mit gut („sechs Herren, 14 Damen“), 26 mit befriedigend („zwölf Herren und 14 Damen“) sowie zwölf mit ausreichend („sieben Herren, fünf Damen“) gemacht. Sieben Prüfungskandidaten hätten es gestern „leider nicht“ geschafft; sie jedoch erhielten im Herbst eine zweite Chance.

 Die Regierungsdirektorin skizzierte ihren jungen Kollegen, für die mit der Ausbildung gestern ein ganzer Lebensabschnitt zu Ende gegangen ist, was nun auf sie zukommt – nämlich jeder für sich einen Weg zu finden „zwischen der von Ihnen angestrebten Qualität und der geforderten Quantität“. Jeder von ihnen werde je nach Dienstposten und Erfahrung, auch eigenverantwortlich tätig werden, seine Arbeit selbst organisieren und Entscheidungen mit weitreichenden Folgen treffen. „Das könnte Sie jetzt einschüchtern“, stellt Bernadette Zeitler einen Kurzsatz in den Raum, ohne dessen natürlichen Zwilling gleich hinterher zu schicken. „Muss es aber nicht …“ – die stellvertretende Akademieleiterin gönnt jedem Einzelnen unter den Absolventen, diese Erfahrung selbst zu machen.

 Die Festrede hat Peter-Jürgen Schneider gehalten. Er ist seit dem 19. Februar dieses Jahres niedersächsischer Finanzminister im Kabinett von Stephan Weil und in dieser Funktion zum ersten Mal nach Bad Eilsen gekommen. Entsprechende Bewährung vorausgesetzt, kündigte er den Absolventen an, ihr Beamtenverhältnis auf Probe in ein solches auf Dauer umzuwandeln.

 „Wir fürchten nichts, uns fürchten alle“ – dieser Satz aus dem Mund von Finanzbeamten gelte „nicht nur für Steuersünder, sondern auch für diejenigen, die auf der Ausgabenseite der Landesverwaltung tätig sind“, skizziert Schneider scherzend die Spannbreite des Berufsfeldes, das eben nicht nur für die Einnahmenseite zuständig sei, weil es ohne Einnahmen keine Ausgaben geben könne. In der vielschichtigen Rede des Ministers ist Platz für die Bierdeckel-Steuererklärung, den Appell zu ständiger Fortbildung, das Ankündigen zusätzlicher Stellen im Finanzbereich, für das heute positive Bild der Finanzverwaltung in der Öffentlichkeit und für den Hinweis auf aktuelle Steuerhinterziehungsfälle, angekaufte CDs und durch Abarbeiten dieser zusätzlichen Fälle erzielte weitere Steuereinnahmen allein von Anfang Januar bis heute in Höhe von 148 Millionen Euro.

  Anschließend hat Schneider den Absolventen ihre Urkunden zur Ernennung zum Finanzwirt überreicht. Mit Belobigungen sind sämtliche Absolventen bedacht worden, die ihre Prüfung mit „gut“ abgeschlossen haben; den zehn Besten unter ihnen hat der Finanzminister außerdem ein Buchpräsent überreicht. Und das Top-Trio darf in die Landeshauptstadt reisen und wird den Finanzminister dort zum Frühstück treffen. Es sind dies Anja Dittmann (Finanzamt Celle, 12,94 Punkte), Marko Höpfner (Finanzamt Hannover-Mitte, 12,51 Punkte) und Dennis Timmer (Finanzamt Papenburg, 12,37 Punkte).

 Nicht vergessen werden soll die „Akademie-Band“: Die vier Studenten des gehobenen Dienstes stehen gerade selbst unter Prüfungsstress, für sie schlägt in zwei Wochen die Stunde der Wahrheit. Dennoch haben sie sich bereit erklärt, die Anwesenden mit zwei Stücken zu unterhalten. „Mit zwei Stücken, nicht mit Dreien!“ Nicht nur mit dieser augenzwinkernden Frotzelei in Richtung der Akademieleitung hat das Quartett sich den Weg die Herzen des Publikums bebahnt, sondern auch mit dem Vortrag von am Ende dann doch drei bekannten Popnummern – und die improvisierte Nummer zwei hat dem Gelingen keinen Abbruch getan.

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