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Beermann bittet um Geduld

Versammlung des Eilser CDU-Samtgemeindeverbandes Beermann bittet um Geduld

Über mangelnden Zuspruch auf ihren „Abend im Reiterstübchen“ braucht sich der Eilser CDU-Samtgemeindeverband nicht zu sorgen – Sitzplätze gab es nur noch an der Theke. Belegte Brötchen und deftige Gulaschsuppe waren die kulinarischen Begleiter, das Ehren langjähriger Mitstreiter und die Flüchtlingskrise waren die Themen, die im Mittelpunkt dieses geselligen Abends standen.

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Maik Beermann (rechts) und Cord-Henrich Möhle (von links) ehren Björn Metzner und Dr. Willi Dreves.

Quelle: thm

Eilsen. Der Vorsitzende Cord-Heinrich Möhle freute sich über das volle Haus und begrüßte außer vielen Parteifreunden auch das eine oder andere Gesicht aus den Reihen der politischen Mitbewerber. Die Anwesenden wies er auf eine Sammelbox hin. „Wir möchten für besondere Bücher sammeln, die die Grundschule für Ausländerkinder benötigt, die der deutschen Sprache noch nicht so mächtig sind“, appellierte er an seine Gäste, nicht nur das Herz, sondern auch das Portemonnaie zu öffnen.

 Suppe und Brötchen wurden schon an die Tische gebracht, als der CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann schließlich am Versammlungsort eintraf. Aus Berlin kommend, hatte der Politiker an diesem Abend zwei Aufgaben. Zum einen ehrte er gemeinsam mit Möhle langjährige Mitglieder. Seit 45 Jahren ist Martin Schönenborn dabei, ausgezeichnet wurden außerdem Willi Dreves (40), Walter Meier (35), Björn Metzner (20) und Jutta Schönemann (10).

 Im Mittelpunkt von Beermanns Besuch stand aber dessen „Bericht aus der Bundespolitik“. Und dort kreisen Gedanken und Initiativen bereits seit vielen Monaten um ein Thema: die wachsende Zahl an Flüchtlingen, die nach Europa kommen. Beermann ging das von vielen Facetten gekennzeichnete Thema nachdenklich an. Auch ein selbstkritischer Unterton mischte sich bisweilen in seinen Vortrag, beispielsweise, als er das „Störfeuer einer kleineren Regionalpartei aus dem Süden Deutschlands“ ansprach. Und: „Die Kommunikation in den letzten Wochen war in Teilen auch von unserer Partei dilettantisch.“

 Die politische Großwetterlage bezeichnete Beermann als „unruhig“ oder auch „stürmisch“. Noch nie habe er so intensive Fraktionssitzungen erlebt wie in der gegenwärtigen Zeit. „Da wird schon sehr stark gerungen um den richtigen Weg“, so der Abgeordnete. Die Herausforderung sei groß, die Regierung versuche, eine „gewisse Steuerung hinzubekommen“. Das gelinge im Augenblick zwar „nur bedingt“. Aber Beermann warb diesbezüglich um Geduld, denn die beschlossenen Maßnahmen brauchten auch etwas Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten.

 „Es reicht nicht aus, nur auf Deutschland oder nur auf die EU zu gucken.“ Ins Visier nehmen müsse man die vielen Konfliktherde weltweit – bei augenblicklich 60 Millionen Flüchtlingen eine insgesamt schwierige Lage. Beermann ist sich sicher: „Mit jedem Euro, der die Flüchtlingslager in der Türkei, im Libanon, in Jordanien oder in Afrika so stärkt, dass die Leute sich nicht auf den Weg machen, kann ich mehr erreichen als mit jedem Euro, den ich hier investieren muss.“ Außerdem müsse die Zuwanderung besser als bisher organisiert werden. Faktisch seien Schengen und Dublin außer Kraft, auch weil das Registrieren der Menschen bei den europäischen Nachbarn nicht funktioniere.

 „Wir brauchen eine europäische Lösung und die Solidarität unserer Nachbarn“, schlussfolgert Beermann. Also eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge auf die EU-Mitgliedsstaaten, je nach Kraft und Möglichkeit des jeweiligen Landes. Außerdem müsse der Schutz der europäischen Außengrenze gewährleistet werden – ebenfalls keine deutsche Aufgabe, sondern eine europäische. Und auch die deutsche Grenze brauche besseren Schutz vor unkontrolliertem Überschreiten.  thm

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