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Samtgemeinde Eilsen Gegen eine Tankstelle mit Rasthof hätten „Igel“-Mitglieder nichts
Schaumburg Eilsen Samtgemeinde Eilsen Gegen eine Tankstelle mit Rasthof hätten „Igel“-Mitglieder nichts
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17:45 17.04.2012
Sie führen den „Igel“ (v.l.n.r.): Schriftführer Ulrich Gramkow, Vizechef Herbert Hagen, Vorsitzender Paul Mühe, Schatzmeisterin Kerstin Nottmeyer und dritter Vorsitzender Jörg Müller. Quelle: möh
Eilsen

Hatte Vereinschef Paul Mühe bei der Gründung erklärt, er werde nur zwei Jahre an der Spitze stehen, ließ er sich während der Mitgliederversammlung im Heeßer Krug auf Drängen der Mitglieder überreden, sich noch einmal in dieses Amt wählen zu lassen.

 Mühe betonte, die Entscheidung falle ihm nicht leicht. Aber wenn in der „Chefetage“ weiterhin so gut zusammengearbeitet werde wie bisher, wolle er das Schiff „Igel“ weiterhin durch die raue See lenken. Was macht die Gemeinschaft in nächster Zeit? Am 24. April soll eine Sitzbank, die ihren Platz an der Aue erhalten soll, der Samtgemeinde überreicht werden. Außerdem möchte „Igel“ den Bach erneut von Unrat befreien und vielleicht ebenfalls im Dorfgebiet Luhden Müll einsammeln. Der Vorstand denkt laut darüber nach, ob diese Aktionen nicht Tradition werden könnten.

 Nachdem Mühe in seinem Amt bestätigt wurde, wählte die Versammlung Herbert Hagen aus Luhden zum neuen Vizevorsitzenden. Hagen erklärte, dass er 63 Jahre alt ist, schon seit geraumer Zeit in Luhden wohnt, zusammen mit seiner Frau drei Kinder und drei Enkelkinder hat und dem „Igel“ seit seiner Gründungsversammlung angehört.

 Jörg Müller aus Heeßen komplettiert das Trio. Den Posten der Schatzmeisterin wird weiterhin Kerstin Nottmeyer bekleiden. Die bisherige Schriftführerin Isabell Mühe stellte ihr Amt zur Verfügung; die Mitglieder wählten Ulrich Gramkow zum Nachfolger. Der neue Schriftführer ist damit zweimal im erweiterten Führungskreis des „Igel“ vertreten. Er ist außerdem einer der fünf Beisitzer, die nach Satzung vom Vorsitzenden ohne Wahl ernannt werden, wenn sie mitarbeiten möchten. Die weiteren Beisitzer sind Dr. Jörg Nottmeyer, Friedrich Slawitschek, Rainer Wolff und Nicole Hoffmann.

 In seinem Tätigkeitsbericht warf Mühe einen Blick in die Zukunft. Da der Verein die Gemeinnützigkeit besitze und auch keine „Sparkasse“ sei, habe man jetzt eine Bank gekauft, die ihren Platz an der Aue haben solle. Mit Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann sei bereits der 24. April ins Auge gefasst worden, um an diesem Tag das Geschenk offiziell zu übergeben. Das Sitzmöbel soll so mit dem Erdboden verbunden werden, dass Rowdys keine Möglichkeit haben, die Bank in die Aue zu werfen. Der Vorsitzende hob hervor, er habe dort einen Spaziergang gemach, und gesehen, dass eine der „alten“ Bänke bereits im Wasser gelegen habe.

 Der „Igel-Chef“ erklärte, man habe bereits mit einem Mandatsträger aus dem Rat Heeßen Kontakt aufgenommen. Die IG möchte die Säuberungsaktion auf ein breiteres Fundament stellen und sie gemeinsam mit dem Gemeinderat veranstalten. Er werde in den nächsten Tagen mit dem Bürgermeister telefonieren, um mit ihm die Aktion abzusprechen und einen Termin festzulegen, so Mühe. Der Vorsitzende denkt an einen Sonnabendvormittag und an einen zwei- bis dreistündigen Einsatz. Ein Gespräch mit dem Luhdener Bürgermeister Thomas Beckmann habe ergeben, dass die Gemeinde dort 2012 keine Müllsammelaktion plane. Mühe erklärte, dass daher auch der „Igel“ diese Aufgabe übernehmen könne. Für die Zukunft sei dann eine Zusammenarbeit mit dem Rat vorgesehen. Er habe auch überlegt, ob man ins Müllsammeln in Luhden und Heeßen nicht auch interessierte Kinder einbinden könne.

 Beisitzer Wolff erläuterte, dass der „Igel“ Kontakt mit dem neuen Besitzer der Arensburg in Steinbergen gesucht habe, um etwas über die weitere Verwendung der alten Gemäuer zu erfahren. Der Sohn des Inhabers habe aber erklärt, es sei ein „schwebendes Verfahren“ und Informationen würden derzeit nicht gegeben. Gesprochen hat die IG ebenfalls mit Nottmeyer, der im Luhdener Gewerbegebiet eine Tankstelle mit Rasthof errichten wollte. Wolff erklärte, das Nottmeyer zurzeit nicht daran denke, dieses Projekt zu verwirklichen. Und wenn, so hob Wolff hervor, sei es auch kein „Arbeitsgebereich“ für den „Igel“, denn eine derartige Anlage sei nach den gültigen Plänen legal und dürfe nicht torpediert werden.