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Gemeinde kämpft um Everding

Jugendarbeit Gemeinde kämpft um Everding

Es ist fast alles da. Aber auch Insider müssen gründlich überlegen, um alle Materialien aufzählen zu können. Die Rede ist von den Utensilien, die die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bad Eilsen derzeit für ihre Jugendarbeit in ihrem Fundus hat.

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An jedem Mittwoch treffen sich Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren im Gemeindehaus, um gemeinsam zu spielen. Dieses Angebot ist frei von religionspädagogischen Elementen und richtet sich an die Kinder aus geflüchteten Familien. Willkommen sind aber auch deutsche Kinder.

Quelle: möh

Bad Eilsen. Wer sich erstmals mit diesem Thema beschäftigt, ist mehr als erstaunt und dürfte zu dem Schluss kommen: Es wäre sicherlich fatal, wenn diese Betreuung nicht fortgesetzt wird, auch wenn die Stelle Ingmar Everdings als Diakon in Luhden im Sommer ausläuft.

Die Kirchengemeinde hält unter anderem umfangreiche (fast professionelle) Licht- und Tontechnik, einen Niedrigseil-Parcours, drei Großgruppenzelte, zehn kleine Zelte, erlebnispädagogisches Material, Werkzeuge, um Holz zu bearbeiten und um zu basteln, sowie viele Kostüme und Requisiten für Theater und Musical parat. Auch der VW-Transporter steht dem Nachwuchs zur Verfügung. Derzeit beschäftigt die Verantwortlichen in Kirche und Politik ein Problem, das nicht leicht zu lösen scheint: Wie garantieren wir den Fortbestand der derzeit so gut angenommenen Kinder- und Jugendarbeit in der Samtgemeinde?

Spendenaktion soll 10.000 Euro bringen

Ganz aktuell läuft in der Kirchengemeinde die Spendenaktion „100x100“, die wenigstens 10.000 Euro als Startkapital bringen und ein entsprechendes Zeichen setzen soll, um die weitere Jugendarbeit gewährleisten zu können. „Denn“, so Pastor Hendrik Blank, „der Nachwuchs gestaltet unsere Zukunft.“ Außerdem prüft die Kirche diverse Möglichkeiten, wie und wo Everding eingestellt werden könnte, um die Kinder in der Samtgemeinde weiterhin erfolgreich betreuen zu können. Gerade eine besondere Jugendarbeit, so die Gemeinde, benötige einen qualifizierten Begleiter, der kreativ mit den Kindern und Jugendlichen arbeite. Und momentan erfülle Ingmar Everding diese Bedingungen.

Derzeit arbeitet die Kirche nach einem Konzept, wie Pastor Blank und Diakon Everding mitteilen, das es ermöglicht, Kinder und deren Familien bereits im Kindergartenalter mit diversen Angeboten zu erreichen. Diese Linie gibt Heranwachsenden bis zum Erwachsenenalter vielseitige Möglichkeiten, teilzunehmen und auch eigenes Engagement zu entwickeln. Die Arbeit basiere zwar auf christlichen Werten, sei aber faktisch offen für alle Konfessionen, so Blank.

Jugendraum im Kirchturm

Und ganz wichtig: Für die regelmäßigen Gruppen und für Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen stehen die Jugendräume im Kirchturm, der Gemeindesaal, der Bühnenraum, die Bibliothek, die Küche im Gemeindehaus und der PC-Keller sowie in Luhden der Jugendraum im Kirchenzentrum, die Holzwerkstatt, der Gemeindesaal, der Kirchraum und weitere Nebenräume zur Verfügung.

Unter dem Dach der Kirchengemeinde und unter der „Noch“-Verantwortung von Everding gibt es für den Nachwuchs die regelmäßigen Gruppen „Spiele-Treff“ (für Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren geflüchteten und auch deutschen Familien), „Teamer-Turm-Treff“ (Jugendgruppe und Mitarbeiterkreis, der auch Veranstaltungen plant und vorbereitet), „Theater für Kids“ (in dieser Gruppe treffen sich alle zwei Wochen derzeit zwölf Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis elf Jahren), „Theater für Teens“ (Treffen alle zwei Wochen für Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren) und die „Kirchenband“, deren acht Mitglieder alle zwei Wochen im Kirchenzentrum in Luhden proben.

Auch projektorientierte Arbeit wird angeboten

Zu diesen festen Gruppen kommt die projektorientierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hinzu. An der Eilser „Nacht der Geschichten“, die seit zehn Jahren stattfindet, beteiligen sich in der Regel rund 65 Kinder. An den thematischen Wochenendzeltlagern nehmen etwa 60 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren teil. Vier- bis fünfmal pro Jahr wird der „Brunch für Kids“ angeboten. Dabei handelt es sich um einen Gottesdienst mit Frühstück für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren. Außerdem veranstaltet die Kirchengemeinde in den Sommerferien eine zweiwöchige Freizeit, an der regelmäßig 30 bis 40 Teilnehmer im Alter von 13 bis 18 Jahren begrüßt werden. Zudem werden zu Weihnachten zwei Musicals/Krippenspiele angeboten, bei denen unterm Strich 60 Teilnehmer mitspielen. Darüber hinaus wird in der Gemeinde alle zwei Jahre ein weiteres Musical nicht nur erarbeitet, sondern auch öffentlich aufgeführt.

„Die meisten Kinder- und Jugendprojekte“, so Diakon Everding, „finanzieren sich von selbst, denn es werden Teilnehmerbeiträge erbeten und auch Zuschüsse beantragt.“ Zudem schreibt die Kirche seit Jahren eine Stelle für ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ nicht nur aus, sondern besetzt diese auch. Diese Freiwilligen arbeiten in der Regel hauptsächlich mit Kindern und Jugendlichen. Und nicht zuletzt kann die Kirchengemeinde, wie sie selbst mitteilt, auf viele Spenden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zurückgreifen. Für Jugendliche gibt es zudem zweimal im Jahr einen sogenannten „Trainee-Kurs“. möh

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