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Everdings Vertrag wird nicht verlängert

Große Enttäuschung in den Kirchengemeinden Everdings Vertrag wird nicht verlängert

Bei den Gemeindegliedern der Kirchengemeinden Eilsen-Luhden und Steinbergen ist die Betroffenheit groß: Die Landeskirche wird den Vertrag von Diakon Ingmar Everding nicht über den kommenden Sommer hinaus verlängern.

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Ein Bild aus glücklicheren Tagen, entstanden bei der Amtseinführung 2013: Ingmar Everding (Mitte) mit dem Steinberger Pastor Reinhard Koller (links) und dem ehemaligen Eilsner Superintendenten Reiner Rinne.

Quelle: Archiv

Eilsen/Steinbergen. Dieser hat sich besonders durch engagierte Kinder- und Jugendarbeit einen Namen über Eilsen und Steinbergen hinaus gemacht.

In den Kirchengemeinden Eilsen-Luhden und Steinbergen breitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer aus – und sorgte für große Enttäuschung. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe wird den befristeten Vertrag Everdings nicht über den Sommer 2017 hinaus verlängern. Hintergrund ist ein geändertes Personalkonzept: Die Diakone der Landeskirche sollen nicht mehr an einzelne Pfarrstellen angebunden, sondern dezentral eingesetzt werden.

Everding berichtete auf Nachfrage dieser Zeitung, dass ihm zwar von der Landeskirche eine andere Stelle angeboten worden sei, er einen Wechsel zum Beispiel ins Landesjugendpfarramt aber abgelehnt habe. Er wolle nicht an einem Ort etwas abbrechen müssen und Enttäuschung hinterlassen, um an anderer Stelle innerhalb der Landeskirche etwas Neues anzupacken. Dazu sei er viel eng mit den heimischen Kirchengemeinden verbunden. Everding: „Ich hänge an der Gemeinde. Der Job hier ist nicht nur Job, sondern Berufung.“

Everding möchte in der Gegend bleiben

Everding würde mit seiner Familie, er ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt im Kirchenzentrum Luhden, gerne in der Gegend bleiben. Er will sich nun nach einer neuen Tätigkeit umschauen. Er ist ausgebildeter Sozialarbeiter und daher zuversichtlich, etwas Passendes zu finden. Das kann in aller Ruhe geschehen, sein Vertrag mit der Kirche läuft noch bis zum 31. Juli 2017. Ob er allerdings schon früher kündigt, hängt davon ab, welche neuen beruflichen Perspektiven sich ergeben. Er versicherte aber, dass er seine Aufgaben bis dahin selbstverständlich in vollem Umfang fortführen werde.

Everding kommt aus der Jugendarbeit der Kirchengemeinde, hat diese jahrelang ehrenamtlich betreut. Nach dem Weggang von Pastor Lutz Gräber aus Luhden wurde er 2013 als Diakon mit einem auf zwei Jahre befristeten Zeitvertrag eingestellt und zog mit seiner Familie ins Kirchenzentrum Luhden.

 Kunstgriff der Verwaltung

Der Vertrag wurde 2015 noch einmal um zwei Jahre „verlängert“. Um eine Festanstellung zu umgehen, griff die Landeskirche damals zu einem Kunstgriff: Er wurde für die Kirchengemeinde Steinbergen-Engern eingestellt, nicht mehr für Eilsen-Luhden. Die Aufgaben des Diakons blieben aber gleich: Zu seinen Schwerpunkten gehören die Konfirmanden- und die Jugendarbeit. Dabei hat er sich auch viele Freunde gemacht. Gerade in den zahlreichen Jugendgruppen wie dem Teamer-Turm-Treff ist der Frust darüber groß, dass der Diakon nicht weiterbeschäftigt wird.

Im Gespräch klingt auch Everdings Entäuschung darüber deutlich durch, dass er diese Aufgaben nun bald abgeben muss. Er macht aber auch deutlich, dass die Entscheidung der Landeskirche nicht wirklich überraschend gekommen sei. Deren langfristiges Personalkonzept habe sich eben geändert.

Der Eilser Pastor Hendrik Blank ergänzt im Gespräch mit dieser Zeitung, dass der große personelle Rahmen von der Landessynode vorgegeben werde. „Daran sind dann auch die einzelnen Kirchengemeinden gebunden.“ Sowohl die Kirchengemeinderäte in Eilsen wie auch in Steinbergen hätten sich hinter Everding gestellt und gerne weiter mit ihm zusammengearbeitet. Blank: „Ingmar Everding macht eine exzellente, engagierte Arbeit.“ Die Landeskirche wollte auf Nachfrage nicht zu dem Vorgang Stellung nehmen. Ihr Pressesprecher Pastor Ulrich Hinz verwies darauf, dass es sich um eine laufende Personalangelegenheit handele.  kk

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