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Infiziert vom „Virus Feuerwehr“:

Buchholz / Ferienspiele Infiziert vom „Virus Feuerwehr“:

„Darf ich auch mal in das Feuerwehrauto?“ Sehnsüchtig schaut Robin den Kindern zu, die sich im Löschfahrzeug der Buchholzer Wehr tummeln. „Na klar, kein Problem,“ meint Nicole Krüger und sorgt dafür, dass der etwas schüchterne Kleine auch mal hinters Lenkrad darf. Sie kann die Faszination des Jungen für die Feuerwehr gut verstehen, schließlich ist sie selbst Feuerwehrfrau und leitet die Eilsener Schwefelhölzchen, die Kinderfeuerwehr für Buchholz, Ahnsen und Luhden.

Buchholz (kk). Hier betreut die Feuerwehr Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren, 23 sind es zurzeit, die sich vierzehntägig mittwochs in Buchholz treffen. Und vielleicht sind es bald noch einige mehr: Im Rahmen der Ferienaktion waren jetzt nämlich Kinder aus der ganzen Samtgemeinde bei den Schwefelhölzchen zu Gast – und schwer begeistert von einem bunten Programm rund ums Wasser.

Da dienten Wasserkisten als Transportmittel, musste Wasser auf einem Tablett über einen Hindernisparcours transportiert werden, und es wurde mit der Kübelspritze gespielt.

„Machen wir dabei uns nass?“ Colins etwas ängstlich vorgebrachte Frage zu Beginn der Aktion machte also durchaus Sinn. „Au ja, wir machen Euch nass!“ meinte Lea keck mit Blick auf die Betreuerinnen und Betreuer. Egal, wer am Ende des nachmittags trockener Kleidung brauchte – der Aufwand hat sich für Nicole Krüger und ihr Team in jedem Fall gelohnt.

Nachwuchs für die Feuerwehr zu begeistern ist nämlich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels nicht nur sinnvoll, sondern auch erforderlich. Die Eilsener Feuerwehren blieben bisher zwar vor den ärgsten Personalnöten verschont, doch auch sie freuen sich über jeden Zugang für den ehrenamtlichen Brandschutz.
Was liegt da näher, als der eigenen Nachwuchsarbeit in den beiden Kinderfeuerwehren und in der Jugendfeuerwehr großes Gewicht beizumessen. Spielerisch lernen die Jungen und Mädchen hier nicht nur den Umgang mit der Feuerwehrtechnik – hier wird auch Teamwork groß geschrieben. In einer Zeit, in der immer mehr „Einzelkämpfer“ heranwachsen, eine ganz wichtige Erfahrung. Und so stand auch beim Ferienspiel der Wettkampf in der Gruppe im Vordergrund. Motto: Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam können wir etwas schaffen.

Wer in der Kinderfeuerwehr Spaß gehabt hat, kann ab zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr wechseln. Hier ist das Ausbildungsprogramm schon etwas anspruchsvoller, doch auch hier steht der Spaß im Vordergrund. Ausflüge, Nachtwanderung oder zu Beginn der Sommerferien die Teilnahme am Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren in Bückeburg bieten und boten attraktive Freizeitgestaltung. Wöchentlich trifft sich die Gruppe immer montags von 18 bis 19.30 Uhr am Gerätehaus in Bad Eilsen. Nach den Ferien geht es am 23. August wieder los.

Doch die Betreuer bleiben mit ihren Erwartungen an die jungen Leute realistisch. Sie wissen, dass im Laufe der Jahre auch die Konkurrenz durch viele andere attraktive Freizeitbeschäftigungen lockt. Wenn 20 Prozent der Jugendlichen mit dem 17. Lebensjahr und der Absolvierung der erforderlichen Lehrgänge den Sprung in die „große“ Feuerwehr schaffen, sind sie schon sehr zufrieden. Doch sie wissen, dass bei den jungen Leuten im Zuge der Ausbildung oder des Studiums immer noch „Schwund“ droht. Doch wer sich einmal mit dem „Virus Feuerwehr“ infiziert hat, wird viel daransetzen, auch dabei zu bleiben.
Wer weiß, vielleicht ist Robin ja auch so einer. Der sitzt jetzt nämlich „stolz wie Oskar“ hinter dem Lenkrad des Löschfahrzeugs. Schade nur, dass er nicht eben mal Blaulicht und Martinshorn anschalten darf.

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