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Samtgemeinde Eilsen Löschwasser muss ohne Verzögerung sprudeln können
Schaumburg Eilsen Samtgemeinde Eilsen Löschwasser muss ohne Verzögerung sprudeln können
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00:30 09.11.2014
Stellvertretender Ortsbrandmeister Frank Wolf (links) und Daniel Bölsing überprüfen den direkt am Luhdener Feuerwehrhaus vorhandenen Hydranten. Quelle: möh
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Eilsen

Mit zwei Gruppen war jetzt die Wehr Luhden unterwegs, die nach etwa drei Stunden vermeldete, alle 71 Hydranten in Luhden und Schermbeck sowie alle 61 im Bereich der Gemeinde seien für den Winter vorbereitet. Insgesamt sind in der Samtgemeinde Eilsen etwa 300 Hydranten vorhanden. Als Lohn gab es für die Brandbekämpfer ein leckeres Frühstück.

 Die Teams waren mit entsprechenden Karten unterwegs, damit keine Wasserentnahmestelle vergessen wurde. Denn bei einem Brandeinsatz ist es für die Feuerwehr immens wichtig, dass sie ohne Verzögerung auf Wasser zurückgreifen kann. Die Deckel der sogenannten Unterflurhydranten, die am häufigsten in der Samtgemeinde zu finden sind, schließen mit dem Boden ab. Daher müssen die Abdeckungen zunächst in vielen Fällen von Moos, Gras und Dreck befreit werden, bevor die Überprüfung beginnen kann.

 Jeder Deckel eines Hydranten wird geöffnet, und die Wehr kontrolliert, ob Wasser kommt. Bevor die Wasserentnahmestelle wieder geschlossen wird, legen die Mannen der Feuerwehren einen Kunststoffeinsatz in das Loch, um zu verhindern, dass der Deckel einfriert. Diese Plastikeinsätze haben sich in der Vergangenheit bestens bewährt, da sie widerstandsfähig sind und nicht in jedem Jahr neu gekauft werden müssen. Pro Hydrant rechnet die Feuerwehr mit einer Überprüfungszeit von fünf Minuten.

 Bemerken die Brandschützer an den Hydranten Mängel, die nicht gleich vor Ort beseitigt werden können, werden diese aufgeschrieben und an die Samtgemeindeverwaltung weitergegeben. In der Regel wird dann der Bauhof aktiviert, um die Fehler zu beseitigen. Ist aber auch dieser überfordert, müssen entsprechende Fachfirmen eingeschaltet werden.

 Die Überprüfung der Hydranten hat einen weiteren Effekt, denn auch die aktiven Feuerwehrleute lernen bei dieser Aktion in ihrem Einsatzgebiet das gesamte Netz der Wasserentnahmestellen kennen. Manchmal, so klagt die Wehr, sind die einzelnen Hydranten allerdings trotz der vorhandenen Lagekarten nicht so einfach zu finden: wenn sie beispielsweise von einer Hecke überwuchert sind. So sind die Brandschützer in der Regel immer dankbar, wenn die Grundstückseigentümer bei ihrer Gartenarbeit oder -pflege darauf achten, wo eine Wasserentnahmestelle vorhanden ist. Dann sollte das entsprechende Schild, das auf einen Hydranten hinweist, oder der Deckel direkt freigeschnitten werden.möh

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