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Nur der Rost hält den Schlepper noch zusammen

Eilsen / Bauhof Nur der Rost hält den Schlepper noch zusammen

Es ist nur der Rost, der ihn noch zusammenhält, den 27 Jahre alten Fendt-Ackerschlepper, „Arbeitstier“ des Eilser Bauhofs. Klar, dass inzwischen Reparaturrechnung auf Reparaturrechnung folgt, allem voran für das Getriebe und die Bremsanlage.

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Der Fendt-Ackerschlepper der Samtgemeinde verrichtet vielleicht zum letzten Mal Winterdienst in Eilsen.

Quelle: tw

Eilsen. Samtgemeinde Eilsen (tw). Jetzt hat sich der Bauausschuss der Samtgemeinde bei seiner Zusammenkunft im TSV-Vereinsheim dazu durchgerungen, Ersatz für den 92 PS starken Oldie zu beschaffen. Das Gremium hat zwei Sachverständige aus der Landwirtschaft in den eigenen Reihen: Wilhelm Dreves und Gerhard Hasse. Diese sollen nun landesweit auf Schnäppchenjagd gehen und einen „guten Gebrauchten“ ausfindig machen. So jedenfalls lautet die einstimmige Empfehlung, die der Bauausschuss dem Eilser Rat gibt, der am Donnerstag, 22. März, im „Heeßer Krug“ ja zum Schlepper-Kauf sagen soll. Dann könnten Dreves und Hasse mit 50000 Euro in der Börse losziehen.

 „Wir haben uns das alte Schätzchen angesehen“, berichtet Dreves. „Der von uns im Jahre 1990 für 60000 Mark gebraucht gekaufte Fendt FWA192F hat massive Wehwehchen – und es kommen immer noch neue dazu.“ Das sei kein Wunder, denn der Schlepper werde im Einsatz massiv belastet, vor allem im Frontladerbetrieb auf der Kompostanlage. Das gehe weder am Motor noch an der Kupplung spurlos vorbei. Was in der Konsequenz bedeutet: „Wir brauchen Ersatz“, so der Politiker und Landwirt – und bietet den Ratskollegen seine Hilfe bei der Suche an.

 Den schlechten Zustand des Schleppers bestätigt Hasse: „Er hat rundum Lackschäden. Die sind nicht etwa auf schlechte Pflege durch den Bauhof zurückzuführen. Die Schäden rühren vom aggressiven Streusalz im Rahmen des Winterdienstes her.“ Die Mitarbeiter hätten den Fendt mit seinem zulässigen Gesamtgewicht von 7000 Kilogramm zwar immer mit einer Ölschicht als Lackschutz versehen, doch das reiche inzwischen nicht mehr. Das Salz fresse weiter. Zwar werde der Oldie den zu Ende gehenden Winter noch überstehen – „aber zum Nächsten“, so Hasse, „muss ein Nachfolger her.“

 Die Zwischenzeit wollen Dreves und Hasse für die Suche nutzen. Dabei dürfe ein gebrauchter Schlepper getrost 2000 oder 3000 Stunden gelaufen sein. Das mache dem Gefährt nichts aus, reduziere aber den Kaufpreis um etwa die Hälfte. Soll heißen: von 100000 Euro auf 50000 Euro und damit auf eben die Summe, die die Samtgemeinde berappen will. Wichtig sei beim Kauf des „neuen“ Gebrauchten, dass die im Bauhof vorhandenen Anbauteile passen.

 Bleibt am Ende noch nachzutragen: Um Synergieeffekte zu nutzen und Kosten zu senken, bringt Hasse während der jüngsten Sitzung der Politiker ein Zusammenlegen des Bauhofs der Samtgemeinde mit seinem Pendant bei der Gemeinde Bad Eilsen ins Gespräch. Christel Bergmann will den Punkt auf die Agenda der nächsten Bauausschusssitzung setzen.

 Die Meinung von Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann dazu: „Beide Einrichtungen haben einen jeweils ganz anders gearteten Arbeitsschwerpunkt.“ Der Bauhof der Samtgemeinde sei vor allem im Bereich der Grundschule und der beiden Kindertagesstätten aktiv, der Bauhof der Gemeinde dagegen im Kurpark. Dessen ungeachtet gebe es bereits jetzt zwischen beiden eine „sehr gute Zusammenarbeit“. So schnitten Beschäftigte des Samtgemeindebauhofs schon mal Hecken im Bereich Bad Eilsen. Im Gegenzug warte ein in Sachen Landmaschinen sehr versierter Kollege des Bad Eilser Bauhofes das Gerät der Samtgemeinde mit. Dennoch sei ein Zusammenlegen beider Bauhöfe natürlich „eine Überlegung wert“, befindet Schönemann.

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