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Polizei warnt vor "Kommissar Breitenbach"

Rentnerinnen Opfer von dubiosen Anrufen Polizei warnt vor "Kommissar Breitenbach"

Vor einem dreisten Ausspähversuch warnt die Bückeburger Polizei. Gesten Vormittag erhielten innerhalb von 30 Minuten gleich vier ältere Eilserinnen Anrufe von einem Mann, der sich als „Kommissar Martin Breitenbach“ ausgab. Einen solchen Beamten gibt es in Niedersachsen gar nicht, teilte die Polizei mit.

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Bad Eilsen. Der falsche Polizist versuchte, seine Opfer ganz gezielt auszuhorchen. Die Masche war immer die gleiche. „Breitenbach“ teilte mit, dass es in Bad Eilsen mehrere Einbrüche gegeben habe. Nun gelte es, weitere Taten zu verhindern und die Angerufenen zu schützen. Darum benötige er genaue Angaben darüber, ob sie alleine zu Hause lebten und ob sie in den nächsten Tagen eine längere Abwesenheit planten.

 Dann wollte der Mann wissen, ob in der Wohnung Schmuck oder Bargeld aufbewahrt würde. Doch damit nicht genug: Es wurden auch Fragen zum Bankinstitut und zum Kontostand gestellt. Außerdem interessant: Wann wurden zum letzten Mal Kontoauszüge abgeholt?

 Die angerufenen Seniorinnen wurden jedoch stutzig und informierten die Polizei. Übereinstimmend gaben sie an, dass ihre Rufnummer im Telefonbuch stehe. Die Nummer des Anrufers sei jedoch nicht angezeigt worden. Ob es noch weitere Anrufe und Ausspähversuche gegeben hat, ist derzeit nicht bekannt. Solche sollten jedoch der Polizei gemeldet werden.

 Der „Kollege Breitenbach“ und eine Reihe weiterer falscher Polizeibeamter bereiten den Ermittlungsbehörden bundesweit seit Anfang des Jahres erhebliches Kopfzerbrechen. Seitdem häufen sich Anrufe von angeblichen Polizisten bei vornehmlich älteren Geschädigten. Die Anrufer gaben unter anderem an, dass ein Einbruch bei diesen unmittelbar bevorstehe. Im weiteren, meist sehr langen Gespräch erzeugten die Anrufer dann massiven psychischen Druck gegenüber ihren Opfern. Gezielt wurden dabei am Telefon Ängste geschürt.

 In einigen Fällen waren die Opfer so verwirrt und eingeschüchtert, dass sie der eigentlich absurden Aufforderung Folge leisteten, im Haus befindliches Bargeld und Schmuck vor die Haustür zu legen. Diese Wertgegenstände wurden anschließend durch die Täter unbemerkt abgeholt. Ein derartiger Fall ist derzeit aber aus Eilsen nicht bekannt. kk

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