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Viele Verbesserungen erreicht

Politiker begutachten Grundschule Heeßen Viele Verbesserungen erreicht

Was ist eigentlich aus dem investierten Geld geworden? Auf der Suche nach einer Antwort haben Politiker und Verwaltungsfachleute unlängst die Grundschule in Heeßen besucht und sich dabei davon überzeugt, dass die Steuermittel gut angelegt worden sind.

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Im Treppenhaus im westlichen Gebäudeteil sind eine Feuer hemmende Glaswand mit selbst schließender Brandschutztür eingebaut, die Decke abgehängt, ein automatisch öffnender Rauchabzug installiert und sämtliche Treppenstufen abgeschottet worden.

Quelle: thm

Eilsen. Wer auf die Idee kommen sollte, der Samtgemeindeverwaltung erklären zu wollen, wie wichtig es doch sei, in die Bildung zu investieren, der rauschte seit Jahren schon mit Schmackes durch sperrangelweit offen stehende Türen. Derlei Verständnis wartet in Eilsen nicht darauf, wachgeküsst zu werden. „Wir haben hier in den Jahren, die ich überblicken kann, gemeinsam viele Verbesserungen erreicht“, sparte Schulleiter Joachim Preuß nicht mit Lob. Die Zusammenarbeit mit dem Schulträger bezeichnete er kurz als „exzellent“.

 Auflagen des Landkreises Folge leistend, so Bürgermeister Bernd Schönemann, hat die Samtgemeinde als Schulträger den Brandschutz an den Gebäuden der Grundschule auf den aktuellen Stand bringen lassen. Dazu gehören zum einen – letztlich zwei – Außentreppen, die im Brandfall die Flucht aus den oberen Stockwerken ermöglichen sollen. Wie immer, wenn in alten Baubestand investiert wird, so steckte auch in diesem Fall die Tücke im Detail, weshalb, wie Preuß erläuterte, „der Beutel noch weiter aufgemacht“ werden musste, als zunächst geplant war.

 In den Treppenhäusern, die zum Teil komplett offen lagen, mussten Nischen und Treppentritte vollständig abgeschottet sowie zusätzlich Glastrennwände mit automatisch schließenden Brandschutztüren eingebaut werden. Auch für einen Schaltkasten im Treppenhaus des Altgebäudes – im Falle eines Kurzschlusses eine potenzielle Brandquelle – musste ein neuer Standort gefunden werden. Dieser befindet sich heute im Keller. Die Brandschutzmeldetechnik ist ebenfalls erneuert worden.

 „Man sieht es kaum, was hier alles investiert worden ist“, stellte Schulleiter Preuß zu Beginn seiner Führung durchs Gebäude klar. Eine Menge, so viel ist inzwischen sicher. Die bis zum Spätsommer des Jahres 2014 verwirklichten Umbaumaßnahmen (wir berichteten) haben sogar ein ziemliches Sümmchen Geld gekostet. Zwischen dem Beginn der Planung, als noch von 30.000 Euro Kosten die Rede war, über etliche Zwischenstufen des „Nachlegens“ ist man am Ende bei tatsächlichen Kosten von insgesamt 270.000 Euro angelangt. Das ist das Neunfache des ersten Ansatzes.

 Den Preis nach oben getrieben haben immer wieder neue, bisweilen zwischendurch auch noch „aktualisierte“ Auflagen übergeordneter Behörden. Dabei handelte es sich nicht allein um Detailvorschriften zum Brandschutz und Auflagen des Denkmalamtes. Nur ein Beispiel: Die Planer in Eilsen waren ursprünglich davon ausgegangen, der Bau einer Fluchttreppe im Außenbereich reiche aus. Insgesamt verankerten sie Ausgaben von 30.000 Euro im Haushalt 2014. Später wurde eine zweite Treppe gefordert. Und, und, und. Ordnungsamtsleiter Andreas Kunde: „All das war für uns nicht absehbar.“ Aus Eilser Sicht war es eine ausufernde Kostenfalle, in die man allerdings ohne eigenes Tun geraten ist. thm

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