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Wenn der Pastor keine Zeit hat

Modernes Krippenspiel Wenn der Pastor keine Zeit hat

Frohe und besinnliche Festtage heißt es pauschal allerorten, und es wird viel Geld für gute Zwecke gespendet. Aber die Zeit, um sich um Mitmenschen zu kümmern, finden vor Weihnachten die Wenigsten. Das zeigte das traditionelle Krippenspiel mit modernem Text den Besuchern im Kirchenzentrum Luhden.

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Maria und Josef (links) finden auch in der Bäckerei „Strudel“ kein Gehör, als sie um einen Platz für eine Übernachtung bitten.

Quelle: möh

Luhden. Josef und die hochschwangere Maria sprachen immer wieder vergebens bei Hausbesitzern vor, um eine Bleibe für eine Nacht zu bekommen. Sogar der Pastor, der sich intensiv auf seine Weihnachtspredigt vorbereitete, schickte das Paar wieder vor die Tür, gab aber den wohlgemeinten Tipp, sie könnten sich vielleicht am nächsten Tag oder aber besser nach dem Fest noch einmal melden. Wenigstens wies er seine Haushälterin an, Maria und Josef etwas zu essen mit auf den Weg zu geben.

In dem Krippenspiel hatten die beiden Verantwortlichen Vera Slawitschek und Katja Schimmelpfennig die schweren Bedingungen, unter denen Maria und Josef bei der Suche nach einer Herberge in Bethlehem zu leiden hatten, besonders herausgearbeitet. In allen Szenen waren die kleinen Schauspieler mit der Vorbereitung auf Weihnachten beschäftigt, als das Paar aus Nazareth nach einer Übernachtungsmöglichkeit suchte. Die Chefin der Bäckerei „Strudel“ musste unbedingt die Kekse und Brote für das Fest der Liebe vorbereiten. Die Anbieter auf dem Weihnachtsbasar hörten nicht zu, sondern scheuchten Maria und Josef fort, da sie keine Geschenke für ihre Lieben kaufen mochten. Auch die Fußballer, die sich kickend das Warten aufs Fest verkürzten, erklärten, zu Hause hätten sie überhaupt keinen Platz – und außerdem würden sie über die Feiertage noch in den Urlaub fliegen.

Endlich erreichten Maria und Josef eine Gruppe junger Musikanten und trugen erneut ihr Anliegen vor. Diesmal hatte das Ehepaar Glück. Eines der Mädchen erklärte spontan, in ihrer Familie gebe es ausreichend Platz für eine Übernachtung. Zudem sei ihre Mutter ebenfalls hochschwanger und warte tagtäglich auf die Geburt. Die Familie hoffe, dass die Frau nach drei Mädchen nun einen Sohn gebäre. Das Ende des recht ungewöhnlichen und nachdenklichen Krippenspiels: Es gibt an Heiligabend in einem Haus in Bethlehem gleich zwei Geburten. Die Herbergsmutter freut sich (natürlich) wieder über ein gesundes Mädchen, und Maria ist stolz auf den kleinen Jesus.

Lang anhaltender Beifall war der verdiente Lohn der jungen Darsteller, die sich einige Wochen lang neben der Schule intensiv mit der Vorbereitung des Krippenspiels beschäftigt hatten. Zufrieden mit der Leistung zeigten sich auch Slawitschek und Schimmelpfennig, die von Marion Rose, Nadine Holtmann und Barbara Spannuth unterstützt wurden.

Für den Gottesdienst im Kirchenzentrum zeichnete Lutz Gräber verantwortlich. Der Pastor begleitete zudem das Krippenspiel musikalisch auf seinem Keyboard. möh

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