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Wiedersehen mit überwiegend privatem Charakter

Bad Eilsen / Royal Air Force Wiedersehen mit überwiegend privatem Charakter

Alte Liebe rostet nicht – diese Redewendung trifft auch auf die Beziehungen zwischen den englischen Luftwaffenangehörigen der Royal Air Force (RAF) und den Einwohnern des Kurortes Bad Eilsen zu.

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Die englischen Luftwaffenangehörigen der Royal Air Force (RAF) und die Einwohnern des Kurortes Bad Eilsen halten ihre Erinnerungen wach.

Bad Eilsen. Gemeinsam halten sie bei ihren jährlichen Treffen Erinnerungen wach.

 Es sind Erinnerungen mit unterschiedlichen Gefühlen. Unauslöschlich ist aber bei allen, die die Schrecken des Krieges durchleiden mussten, das Aufatmen in der „Stunde null“. Nachdem die RAF ihr Hauptquartier in Bad Eilsen eingerichtet hatte, näherten sich Sieger und Besiegte schnell einander an. Deutsche wurden eingestellt, erhielten Brot und Lohn. So entwickelten sich Freundschaften, die bis heute gehalten haben.

 Das zeigte sich wieder beim diesjährigen Treffen, das einen ganz anderen Verlauf als in der Vergangenheit nahm. Entscheidend dazu beigetragen hat das Fehlen von „Jeff“ Lipscombe. Der Cheforganisator war diesmal nicht mitgekommen, weil er sich in der Heimat aus Altersgründen mit einem Wohnsitzwechsel befasst.

 Deshalb gab es auch keinen präzise vorbereiteten Ablaufplan. Bis auf einen Gast aus der Provinz Ontario in Kanada waren alle Teilnehmer mit dem eigenen Auto angereist. Das bedeutete eine größere Beweglichkeit vor Ort und bot jedem die Chance, sich eigene Besuchsziele auszusuchen und die Terminplanung selbst in die Hand zu nehmen.

 „So bekam dieses Wiedersehen einen überwiegend privaten Charakter“, bestätigten Bürgermeisterin Christel Bergmann und deren Stellvertreterin Dagmar Söhlke. Beide wünschten den Gästen in ihren kurzen Grußworten vor allem ein besseres Wetter für die letzten Tage ihres Aufenthaltes.

 Haupttreffpunkt war diesmal „Omas Kaffeestube“. Dort kamen zum obligatorischen „Englischen Nachmittag“ immerhin 45 Teilnehmer zusammen. Es bildeten sich lebhafte Gesprächsrunden mit den vielen deutschen Teilnehmern. Beide Seiten hatten Bilder mitgebracht, die an gemeinsam verbrachte Tage und an so manches erfreuliches Ereignis erinnerten.

 Der Keyboarder und Sänger Geoffrey Rich und Martin Hohmeier mit dem Kontrabass stimmten Melodien an, die zum Mitsingen einluden. Dabei verging das vierstündige Beisammensein wie im Fluge. Unter den Gästen weilten auch Jürgen Balke aus Wunstorf und Markus Lehmann aus Buchholz, die im Vorjahr für eine sehr beachtete Neuerscheinung sorgten: den mit vielen Bildern illustrierten Band „Aus Feinden wurden Freunde“.

 Weil der Zahn der Zeit an allen Teilnehmern der Wiedersehensfeiern nagt (die meisten sind 80 Jahre und älter), ist der Tag abzusehen, an dem diese Begegnungen ihr Ende finden. Inzwischen werden einige Gäste schon von Söhnen oder Töchtern begleitet. Aber am Mittwochabend beim „Barbecue“ im Reiterstübchen werden doch weiterhin Wiedersehenspläne für 2014 geschmiedet. sig

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