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17-Jähriger freigesprochen

Mangel an Beweisen 17-Jähriger freigesprochen

Mangels Beweisen hat die 1. Große Jugendkammer des Bückeburger Landgerichts einen Heranwachsenden vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Staatsanwalt Wilfried Stahlhut hatte dem Angeklagten vorgeworfen, im Jahr 2012 auf einem Schaumburger Schulfest über seine Freundin hergefallen zu sein. Der junge Mann war damals 17, das Mädchen 14 Jahre alt.

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Landkreis/Bückeburg. Als vermeintlicher Tatort wird in der Anklageschrift das Schulgebäude genannt. Am Ende der mehrtägigen Hauptverhandlung, zu der zwölf Zeugen und eine Sachverständige geladen waren, plädierte auch Staatsanwalt Stahlhut auf Freispruch. Eine Verurteilung beantragte Opferanwältin Maxie Böllert-Staunau.

Zweifel an Glaubwürdigkeit

Die Kammer jedoch hat Zweifel an der Glaubwürdigkeit der jungen Frau und stützt ihre Entscheidung auf ein entsprechendes Gutachten zur Glaubhaftigkeit von deren Aussage. Für eine Lügnerin hält das Gericht die Schaumburgerin indes nicht. Gegen einen sexuellen Übergriff spricht nach Einschätzung der Richter unter anderem, dass die junge Frau nach dem Schulfest, auf dem es zu der Vergewaltigung gekommen sein soll, noch monatelang mit ihrem damaligen Freund zusammen war. Erst mehr als ein Jahr später vertraute sich die Schülerin einer Lehrerin an. Aus Sicht der Kammer spricht dies ebenfalls gegen ihre Glaubwürdigkeit.

Revision eingelegt

Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht. Die Nebenklage hat Revision eingelegt. Glaubwürdigkeitsgutachten sind vor allem dann nötig, wenn es neben der Aussage des mutmaßlichen Opfers keine weiteren Beweismittel gibt. Eingeholt werden solche Expertisen bevorzugt bei Verdacht auf Vergewaltigung oder sexuellen Missbrauch, speziell bei jüngeren Zeugen.
Weil der Angeklagte und das Mädchen zur fraglichen Zeit noch minderjährig waren, verhandelte die Kammer zum Schutz der beiden jungen Menschen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. 

ly

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