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264 Kandidaten für 54 Sitze

Kreistagswahl 264 Kandidaten für 54 Sitze

Es wird spannend: Am  Sonntag sind 131 541 Wahlberechtigte aufgerufen, den neuen Schaumburger Kreistag zu wählen. 264 Kandidaten bewerben sich um die 54 wählbaren Mandate (den 55. Sitz im Kreisparlament hat qua Amt der Landrat inne, der Sonntag aber nicht zur Wahl steht).

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Die Schaumburger Wähler entscheiden am Sonntag über die Zusammensetzung des Kreistags für die Wahlperiode 2016 bis 2021.

Quelle: rg

Landkreis. Für die Stimmabgabe stehen kreisweit 191 Wahllokale zur Verfügung. Etliche Bürger haben ihre Stimme freilich bereits per Briefwahl abgegeben. „Wir gehen von einer steigenden Tendenz der Zahl der Briefwähler aus“, sagt Kreispressesprecher Klaus Heimann.

Im Kreishaus werden sich am Sonntagabend nach Angaben von Cordula Spillmann vom Amt für Kommunalaufsicht und Wahlen etwa 20 Miarbeiter um die aus den einzelnen Orten eingehenden Teilresultate kümmern und daraus das Kreiswahlergebnis errechnen. Die ersten Ergebnisse werden kurz nach 19 Uhr erwartet, das vorläufige amtliche Endergebnis soll gegen 23 Uhr feststehen.

SPD 2011 als stärkste Kraft

Bei der Kreistagswahl 2011 war die SPD mit 43,1 Prozent (24 Sitze) als mit Abstand stärkste Kraft hervorgegangen. Die CDU war auf 31,6 Prozent (17 Sitze) gekommen. Drittstärkste Kraft waren die Grünen mit 11,4 Prozent (sechs Sitze), gefolgt von der WGS mit 7,1 Prozent (vier Sitze). Je einen Sitz errangen die FDP, die Linke und die Wählerinitiative WIR. Die Wahlbeteiligung hatte bei 50,4 Prozent gelegen. Ein festes Regierungsbündnis hat es in der zu Ende gehenden Wahlperiode nicht gegeben. Die meisten Entscheidungen wurden einvernehmlich getroffen, Beobachter sprachen von einer de facto-Großen Koalition.

Einige langgediente Kreistagsabgeordnete treten dieses mal nicht wieder an. Bei der SPD sind das beispielsweise Herwig Henke (Sachsenhagen) und Merve Neumann-Tietzer (Stadthagen), bei der CDU Günter Altenburg (Rodenberg) und bei den Grünen Marion Lenz (Stadthagen).

AfD tritt zum ersten Mal an

Die große Unbekannte dieses Mal ist die AfD, die erstmals zur Kreistagswahl antritt. „Es ist schwer zu progonostizieren, wie die AfD abschneiden wird“, sagt der Schaumburger SPD-Vorsitzende Karsten Becker. „Aufgeregtheiten um die AfD wie es sie andernorts gibt“ sehe er hier in Schaumburg aber nicht, fügt Becker hinzu. Der CDU-Kreistagsfraktionschef Gunter Feuerbach rechnet hingegen damit, „dass wir ein leichtes Minus verzeichnen werden und dass das hauptsächlich an der AfD liegen wird“. Für Grünen-Fraktionschef Michael Dombrowski ist es „sehr ungewiss, welches Protestpotenzial es für die AfD in Schaumburg gibt – eigentlich wählen die Schaumburger eher das Bewährte“.

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