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563 000 Euro durch "Schnappschüsse"

Blitzer-Bilanz 2015 563 000 Euro durch "Schnappschüsse"

Autofahrer, die nach dem Credo „Geschwindigkeitsbegrenzungen sind doch eher Richtwerte“ leben, kennen den grellen und rötlichen Blitz, der sie manchmal auf der Straße ereilt, nur zu gut. Während diese "Schnappschüsse" für die Temposünder meist kostspielige Buß- oder Verwarngelder nach sich ziehen, bedeuten sie für den Landkreis Mehreinnahmen in sechsstelliger Höhe.

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Die Blitzer in Gelldorf sind seit dem 21. Dezember in Betrieb. 

Quelle: rg

Landkreis (js). Etwa 563 000 Euro kassierte der Landkreis im Jahr 2015, 127 000 Euro weniger als noch im Jahr 2014. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Schaumburger im vergangenen Jahr vorsichtiger gefahren sind. Vielmehr handle es sich um einen „normalen Schwankungsverlauf“, wie Kreisrätin Katharina Augath berichtet. „Die Einnahmen bewegen sich seit Jahren im Bereich zwischen 500 000 und 750 000 Euro“, so die Kreisrätin weiter. Es gebe hierbei eine große Abhängigkeit zu den Straßenverhältnissen – Stichwort Bauarbeiten, Umleitungsmaßnahmen. Unabhängig davon, wie viel Geld mit Blitzern generiert wird: „Die Einnahmen werden in den allgemeinen Haushalt verbucht“, versichert Augath.
Über die genauen Erlöse der insgesamt 19 Messstellen werden nach Angaben der Kreisrätin keine Erhebungen gemacht. „Es dürfte jedoch die Messstelle Steinbergen (B 83) die höchsten Einnahmen generiert haben. Die Messstelle in Waltringhausen dagegen am wenigsten“, so die Kreisrätin.
Möglicherweise können die beiden Blitzer in Gelldorf der Blitzanlage in Steinbergen bald den Rang ablaufen. Im Zeitraum zwischen dem 21. Dezember 2015 und dem 4. Januar 2016 konnten dort insgesamt 231 "Schnappschüsse" verzeichnet werden. Insgesamt 58 davon führten zu einem Bußgeldverfahren, weil die Temposünder mindestens 21 Stundenkilometer zu schnell waren.
Im Rennen um die Rekordwerte im vergangenen Jahr innerhalb sowie außerhalb geschlossener Ortschaft mussten sich die Blitzer in Gelldorf allerdings anderen Anlagen geschlagen geben. Der Höchstwert innerhalb geschlossener Ortschaft lag bei 104 Stundenkilometern, gemessen an der B 65 in Stadthagen in Richtung der Kreisstadt. Das waren 54 Stundenkilometer mehr, als dort erlaubt sind. Der Fahrzeughalter hatte im Anschluss zwei Monate Zeit, seine Fahrweise zu überdenken. Außerdem musste er ein Bußgeld in Höhe von 280 Euro zahlen und bekam zwei Punkte in Flensburg.
Beim Höchstwert außerhalb geschlossener Ortschaft kommt wieder die Messstelle Steinbergen ins Spiel. Dort wurde in Richtung Steinbergen ein Auto mit 129 Stundenkilometern geblitzt (erlaubt: 70 Stundenkilometer). Auch diese Spritztour wurde entsprechend geahndet: Über 240 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte musste sich der Temposünder ärgern.

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