Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis 6,4 Millionen Euro aus privaten Investitionen
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis 6,4 Millionen Euro aus privaten Investitionen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:55 06.03.2018
Eine Komponente des Klimaschutzkonzeptes ist die Beratung zum Thema Solarenergie. Quelle: Symbolfoto, dpa
Landkreis

Ein zentraler Punkt ist nach Darstellung von Klebe die Kampagne „Mach Dein Haus fit!“ gewesen. Deren Zielsetzung war, Ein- und Zweifamilienhausbesitzer neutral, kostenlos und umfassend zu informieren, zu beraten und zu motivieren, ihre Wohnungen und Häuser energetisch zu verbessern. Die Kampagne habe 100.000 Euro gekostet. Es habe 415 einstündige Vor-Ort-Beratungen gegeben, dazu rund 1000 Kurzberatungen an Haustüren, auf Märkten und Fachmessen. 68 Prozent der intensiv Beratenen hätten laut Klebe anschließend Investitionen durchgeführt.

6,4 Millionen aus privaten Investitionen

Dadurch seien Umsätze in Höhe von 5,6 Millionen Euro, überwiegend für das heimische Handwerk, ausgelöst worden. Die jährlich durch die energetischen Verbesserungen gesparte Heizenergiemenge betrage rund 2,1 Millionen Kilowattstunden und vermeide den Ausstoß von 510 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

Ein weiteres Projekt ist nach Darstellung von Klebe die Kampagne „Clever heizen“ gewesen. Hier seien insgesamt 115 Hauseigentümer beraten worden, um energetische Schwachstellen an Heizungsanlagen aufzudecken. 40 Prozent der Beratenen nahmen Investitionen vor. Diese haben Umsätze in Höhe von knapp 200.000 Euro zur Folge gehabt. Das heißt: Insgesamt wurden durch die Kampagnen private Investitionen von 6,4 Millionen Euro ausgelöst.

Die Kampagne „Solar-Check“ war nach den Worten von Klebe eine dritte Beratungsoffensive im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes. Ziel war es dabei, mit einem qualifizierten, unabhängigen und kostenlosen Beratungsangebot den dezentralen Einsatz von Solarenergie vorrangig zur Eigennutzung für den Strom- und Wärmebedarf zu stärken. Es seien 121 Beratungen durchgeführt worden, ein Drittel der Beratenen hätten Konsequenzen gezogen. Dadurch seien Umsätze in Höhe von 610.000 Euro ausgelöst worden.

Klimaschutz auch an die Schulen getragen

Unter dem Motto „Klimaschutz macht Schule“ war die mit zwei Personalstellen ausgerüstete kreiseigene Leitstelle für Klimaschutz an insgesamt 27 Schulen tätig, an denen 13.000 Schüler unterrichtet werden. Die Schulen wurden nach Darstellung von Klebe durch eine ganze Palette von Projekten darin unterstützt, ihren Alltag möglichst klima- und umweltfreundlich sowie energiesparend zu gestalten. Dabei reichte das Spektrum der Aktivitäten vom richtigen Lüften, dem kompletten Ausschalten von Geräten, der Durchführung von Energierundgängen bis hin zur Realisierung von Ausstellungen, Exkursionen und Projektwochen.

Das Klimaschutzkonzept findet seine Fortsetzung durch den vom Kreistag verabschiedeten „Masterplan Klimaschutz“ (wir berichteten), dessen Umsetzungsphase bis ins Jahr 2020 reichen wird. ssr