Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
7760 Menschen in Schaumburg pflegebedürftig

Die Zahl der ambulanten Dienste steigt 7760 Menschen in Schaumburg pflegebedürftig

Innerhalb von vier Jahren ist die Zahl pflegebedürftiger Menschen in Schaumburg von 6153 auf 7766 gestiegen. Das Belegen Daten des Landesamtes für Statistik für das Jahr 2013.

Voriger Artikel
Feinstofflich
Nächster Artikel
Stoppt Seeadler Windradpläne im Wesertal?

Immer mehr ältere Menschen nehmen den ambulanten Pflegedienst in Anspruch.

Quelle: dpa

Landkreis. Die Folge: Aufgrund des wachsenden Bedarfs stieg die Anzahl ambulanter Pflegedienste von 2010 bis heute von 22 auf 30 Stück. Ähnliche Statistiken verzeichnet auch das Nachbarbundesland Nordrhein-Westfalen, wo mehr als 60000 Menschen pflegebedürftig sind.

Nahmen in Schaumburg im Jahr 2009 noch 1091 Personen die Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch, waren es 2013 bereits 1764. Auch die Zahl der Pflegegeldempfänger ist signifikant von 2452 auf 2979 angestiegen. Dass die ambulante Pflege einen immer größeren Stellenwert einnimmt, liegt nach Meinung von Edith Seddig, Geschäftsführerin des Rosenhof Seniorensitzes Stadthagen, vor allem am Pflegestärkungsgesetz. Dieses trat zum Jahresbeginn in Kraft. „Mit diesem finanziellen Anreiz lässt sich die häusliche Betreuung besser gestalten“, so Seddig.

Der häusliche Kranken- und Pflegedienst „Ambulante Pflege Rosenblatt“ im Rosenhof beschäftigt derzeit 49 Mitarbeiter. In den vergangenen zwei Jahren rüstete Seddig aufgrund der wachsenden Anzahl von Patienten das Personal weiter auf – alleine 2014 kamen vier neue Mitarbeiter hinzu.

„In der Altersgruppe von 85 bis 90 Jahren ist die Zahl der Pflegebedürftigen am höchsten“, weiß Stefan Follmann, sozialpädagogischer Leiter des Senioren- und Pflegestützpunktes des Landkreises Schaumburg. Die Mehrheit sind Frauen, was auch dem bundesweiten Schnitt (65 Prozent) entspricht.

Der Großteil der betroffenen Menschen, 2927 an der Zahl, wird komplett von Angehörigen oder einer privat organisierten Pflegeperson versorgt. „647 schöpfen nur einen Teil der Pflegesachleistungen aus und werden darüber hinaus von ihren Angehörigen versorgt“, bestätigt auch Follmann.

In einigen Fällen wird hingegen kein anteiliges Pflegegeld ausgezahlt: „Dann wurden die Pflegesachleistungen voll ausgeschöpft, obwohl die Angehörigen die Versorgung neben dem Pflegedienst mit übernehmen.“

Wer sich in Schaumburg über ambulante, teilstationäre und stationäre Angebote sowie Kostenfragen informieren möchte, kann sich an den Senioren- und Pflegestützpunkt des Fachdienstes Altenhilfe wenden. Dieser führte nach Angaben von Follmann im vergangenen Jahr 3977 Beratungen durch, 342 mehr als 2013.

Der Fachdienst Altenhilfe wurde 2007 mit Blick auf den demografischen Wandel und der somit steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen ins Leben gerufen. Die Mitarbeiter des Senioren- und Pflegestützpunktes beraten in der Hauptstelle in Stadthagen sowie den Außenstellen in Bad Nenndorf, Bückeburg und Rinteln Betroffene und Angehörige kostenlos, vertraulich und neutral über ambulante, teilstationäre und vollstationäre Angebote. mak

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg