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78 Kilogramm Müll im Jahr

Wenig Müll in Schaumburg 78 Kilogramm Müll im Jahr

Beim Thema Müllentsorgung sind die Schaumburger vorbildlich. Das zumindest legen aktuelle Zahlen nahe. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik entsorgte ein Schaumburger 2015 durchschnittlich 78 Kilogramm Müll – 269 Kilogramm weniger als die Spitzenreiter in Bremerhaven.

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Alles in eine Tonne? In Schaumburg ist das schon lange nicht mehr der Fall. Dort wird seit den neunziger Jahren getrennt.

Quelle: dpa

Landkreis. Die Bilder der mit Plastikartikeln völlig vermüllten kleinen Insel im Süd-Ost-Pazifik sind zahlreichen Menschen im Gedächtnis geblieben. Vielleicht hat es den ein oder anderen Schaumburger auch zum Nachdenken angeregt, über das eigene Müllproduzieren und -entsorgen nachzudenken. Zumindest zeigen die Menschen im Landkreis ein vorbildliches Verhalten, wenn es um das Entsorgen von Hausmüll geht.

Eine aktuelle Studie von billiger.de hat ermittelt, wo das Müllaufkommen pro Einwohner am größten ist. Während Bremerhaven die absolute Hochburg in Deutschland ist und mit 347 Kilogramm auf dem unrühmlichen ersten Platz steht, sind die Zahlen für Schaumburg durchaus erfreulich. Die Einwohner im Landkreis trennen ihren Müll offenbar mit Sinn und Verstand und scheinen überflüssigen Hausmüll zu vermeiden. 2015 entsorgte ein Schaumburger durchschnittlich 78 Kilogramm Restmüll. Das ermittelte das Niedersächsische Landesamt für Statistik. Auch in den zehn Jahren zuvor schwanken die Zahlen kaum. Im Jahr 2010 wurden 77 Kilogramm und 2005 sogar nur 71 Kilogramm Müll pro Einwohner produziert.

 Marlies Wiepking, Sprecherin der Abfallwirtschaftsgesellschaft Landkreis Schaumburg (AWS) überraschen diese Werte nicht: „Schaumburg steht bei der Müllentsorgung traditionell gut dar.“ Das liege daran, dass im Landkreis sehr früh mit der Mülltrennung begonnen wurde – bereits in den neunziger Jahren.

Landkreis Konstanz gewinnt mit 86 Kilogramm Müll pro Einwohner

Damals sei die Entsorgung noch mit Säcken erfolgt. Nun gebe es schon seit einigen Jahren die unterschiedlich großen Tonnen (von 40 bis 220 Liter), die alle zwei Wochen entsorgt werden. Dass die Mengen an Restmüll in Schaumburg vergleichsweise gering sind, liegt laut Wiepking auch daran, dass es die Biotonne seit 1997 gibt. Die sei auch verpflichtend.

 Nur die Haushalte, die eine Kompostanlage auf ihrem Grundstück haben, sind von der Biotonne befreit. Somit gehören Essensreste auch nicht in den Hausmüll, betont die AWS-Sprecherin. In den Restmüll gehöre, was sonst im Haus anfällt: Hygieneartikel, Staubsaugerbeutel, Keramik, Glühlampen oder Katzenstreu.

 In der Studie von billiger.de, bei der 200 deutsche Städte untersucht wurden, wurde der Landkreis Konstanz als Gewinner bezeichnet. Am Bodensee werden 86 Kilogramm Hausmüll pro Einwohner angegeben – acht Kilo mehr als im Landkreis Schaumburg, der in der Statistik nicht aufgeführt wurde. jemi

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