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Abfallgebühren steigen

Landkreis Abfallgebühren steigen

Die Müllgebühren werden im Landkreis Schaumburg zum 1. Januar 2015 um 13,9 Prozent angehoben. Das hat der Umweltausschuss des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung ohne Debatte einmütig empfohlen. Von einer Zustimmung des Kreistags ist sicher auszugehen.

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Für die Entsorgung des Mülls müssen die Bürger in Schaumburg ab 2015 tiefer in die Tasche greifen.

Quelle: Archiv

Landkreis. Nach Darstellung von Peter Kühn, dem Geschäftsführer der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS), werden mit der Erhöhung „künstlich reduzierte Gebühren wieder den realen Kosten angepasst“.

 Zum Hintergrund: Vor drei Jahren hatte sich bei der AWS aus verschiedenen Gründen ein Überschuss von gut vier Millionen Euro angesammelt – Geld, das laut gesetzlicher Vorgaben den Gebührenzahlern zustand. Dieses wurde mittels einer Gebührensenkung um 18,8 Prozent zum 1. Januar 2012 gleichsam zurückerstattet. Nachdem das Geld Ende 2014 vollständig zurückgeflossen sein wird, müssen die Gebühren dann wieder kostendeckend kalkuliert und erhoben werden, so Kühn.

 Trotz der Erhöhung bewegt sich die Belastung der Bürger „lediglich auf dem Niveau von 2011“, wie der Geschäftsführer betonte. Die durchschnittlichen jährlichen Kosten pro Einwohner werden sich von 2015 an auf 82,19 Euro belaufen (im Jahr 2011 waren es 81,46 Euro). Im Durchschnitt verursacht die jetzige Erhöhung eine jährliche Mehrbelastung von rund zehn Euro pro Einwohner.

 Dass das Ausmaß der jetzigen Anhebung geringer ausfallen kann als das der Absenkung von Anfang 2012, führt Kühn auf sinkende Betriebskosten der AWS zurück. Hier zahle sich aus, dass die AWS viele eigene Entsorgungsanlagen betreibe und diese langjährig nutze. Das führe derzeit zu sinkenden und teilweise ganz wegfallenden Abschreibungen.

 Die Grundgebühr wird nur geringfügig angehoben – von bisher 2,36 Euro pro Wohnung im Monat auf künftig 2,40 Euro. Spürbarer ist die Erhöhung bei der Gebühr für Restabfallbehälter. Das führt nach den Worten von Kühn zu einer „etwas höheren Verursachergerechtigkeit“. So wird eine 60-Liter-Tonne statt bisher 2,97 Euro monatlich ab kommendem Januar 3,45 Euro kosten. Deutliche Aufschläge gibt es auch bei den Gebühren für die Leerung der Restabfallbehälter. Für die Leerung beispielsweise eines 40-Liter-Behälters werden statt bisher 1,50 Euro künftig zwei Euro fällig.

 Geringer fällt der Anstieg bei der Gebühr für Bioabfallbehälter aus. Die 80-Liter-Tonne kostet künftig 3,78 Euro im Monat statt bislang 3,50 Euro. Auch die Anlieferung von Boden- und Bauschutt wird teurer. Für einen halben Kubikmeter waren bisher 7,50 Euro fällig, in Zukunft werden es zehn Euro sein. ssr

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