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Absage für Kreissportbund

„Schaumburg in Bewegung“ Absage für Kreissportbund

Mit Skepsis haben Mitarbeiter der Kreisverwaltung auf das Ansinnen des Kreissportbundes (KSB) reagiert, einen runden Tisch für das Projekt „Schaumburg in Bewegung“ einzurichten. Dabei geht es auch um die Frage, wer für die Gesundheit der Schaumburger Kinder verantwortlich ist.

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Quelle: Symbolfoto

Landkreis. „Den Ansatz finde ich richtig, aber ein runder Tisch allein bringt es nicht“, machte Sozial-Dezernentin Katharina Augath bei der jüngsten Sitzung des Kreissozialausschusses ihrem Unmut Luft. Auch viele Ausschussmitglieder bezweifelten die Sinnhaftigkeit eines weiteren runden Tisches. Sie sprachen sich dafür aus, sich das Thema bei der nächsten Sitzung erneut vorzunehmen.

Nach den Vorstellungen des KSB sollten sich am runden Tisch unter anderem Schulen und Kindergärten sowie deren Träger, Sportvereine, Krankenkassen, Landfrauen und das Gesundheitsamt beteiligen. Ziel sei es, den Informationsaustausch zu erleichtern, so KSB-Chef Dieter Fischer, etwa indem Erzieher und Lehrer von den Referenten des Kreissportbundes entsprechend geschult werden. Fischer verwies vor diesem Hintergrund auf das unterdurchschnittliche Abschneiden Schaumburger Jungen und Mädchen bei der Schuleingangsuntersuchung.

Mit dieser Anregung stieß er insbesondere bei Augath auf Unverständnis. „Die Erzieher machen schon viel“, zeigte sich die Dezernentin von dem Vorstoß Fischers wenig überzeugt. Viele Zusammenhänge seien bekannt und der Landkreis unterstütze mithilfe von Fachberatungen die Einrichtungen bereits beim Thema Gesundheit. Außerdem warnte sie davor, zu viele Aufgaben auf Kitas und Grundschulen abzuwälzen. Vielmehr seien auch die Eltern gefordert, mehr Gesundheit in den Alltag ihrer Sprösslinge zu bringen.

Die Mehrheit des Sozialausschusses reagierte ebenfalls zurückhaltend auf die Idee. Günter Kasulke (Grüne) zweifelte daran, ob ein runder Tisch auf Kreisebene überhaupt das geeignete Medium sei. „Vieles sollte vor Ort in den Gemeinden und den Samtgemeinden geregelt werden“, machte der Politiker deutlich.

Nach intensiver Diskussion sprach sich der Ausschuss schließlich dafür aus, dass der KSB bei einem Treffen der Kita-Leitungen die Erzieher über seine Angebote informiert und für das Thema sensibilisiert. In der nächsten Sitzung des Gremiums soll darüber berichtet werden. bes

Unterstützung bekam Kasulke vom Ausschussvorsitzenden Sigmar Sandmann (SPD). Dieser warnte vor einer zu ausufernden Betrachtung des Themas Gesundheitsvorsorge. Die Folge seien zu schwerfällige Arbeitsstrukturen. bes

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