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Aus dem Landkreis Abstand zu verwundeten Tieren halten
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Abstand zu verwundeten Tieren halten
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00:18 09.12.2017
Die Wildschweine fühlen sich im Landkreis Schaumburg sehr wohl.
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LANDKREIS

Das berichtete am Mittwoch das zuständige Polizeikommissariat.

Dass die Population der Wildschweine in den vergangenen Jahren in Schaumburg eher zu- als abgenommen hat, bestätigt Katharina Sassenberg, Geschäftsführerin der Jägerschaft Schaumburg. Das liege an den guten Bedingungen: Die Winter seien zuletzt sehr mild gewesen, somit fanden die Tiere stets genug Futter. Ob auch die gestiegene Zahl der Maisfelder für die größere Anzahl der Wildschweine verantwortlich sei, wolle Sassenberg indes nicht bestätigen. „Diesen Zusammenhang zweifeln wir noch an, schließlich hat es immer schon Maisfelder gegeben.“

Die gestiegene Population sorge dafür, dass die Wildschweine gejagt konsequent werden müssen. „Das ist auch wichtig, um die Ausbreitung von Krankheiten unter den Tieren zu verhindern“, erläutert Sassenberg. Derzeit sei im Osten von Europa, insbesondere in Tschechien, die afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch. Ein Auftreten in den heimischen Gefilden müsse unbedingt vermieden werden. Dabei helfe eine gewisse Regulation des Tierbestands.

Tiere nicht anfassen

In der jetzigen Jahreszeit werden traditionell sogenannte Drückjagden von den Jägern durchgeführt. Laut Statistik wurden im Jahr 2015/2016 1232 Wildschweine im Landkreis Schaumburg erlegt – Fallwild nicht mit eingerechnet. Dieser Wert sei konstant und mit den vergangenen Jahren zuvor vergleichbar.

„Kommt es zum Unfall mit einem Wildschwein, ist es wichtig, das Tier nicht anzufassen“, sagt die Geschäftsführerin der Jägerschaft. Verwundete Tiere könnten plötzlich aufspringen und den Menschen verletzten. Besser sei es, die Polizei zu rufen. Die kümmere sich darum, dass der zuständige Jagdpächter verständigt werde. Der Autofahrer selbst könne in dem Moment nichts machen. Dass es äußerst gefährlich ist, sich einem verletzten Wildschwein zu nähern, zeigt ein aktueller Fall in Vorpommern. Hier hatte ein angeschossenes Tier einen Jäger tödlich verletzt.

In Schaumburg habe Sassenberg bislang keine aggressiven Wildschweine erlebt. Dass etwa Frischlinge von ihren Müttern verteidigt werden oder verletzte Tiere ein wehrhaftes Verhalten an den Tag legen, sei ein völlig normaler Vorgang.
Die einzig wirksame Maßnahme, um einen Unfall zu vermeiden, sei eine vorsichtige Fahrweise, vor allem in der Dämmerung. Neben den Wildschweinen werden in Schaumburg laut Sassenberg mindestens genauso so viele Rehe angefahren. jemi

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